AKNÖ-Präsident Staudinger: ÖAAB stimmt Unternehmer-Entlastungspaket zu!

Fasslabend & Co tragen Mitverantwortung für Koalition mit dem Rassismus, Arbeitnehmer zahlen die Zeche

Wien (OTS).- "Dieses klare Votum ist der ultimative Beweis für das blanke Machtstreben von Schüssel, Fasslabend & Co, die nicht einmal vor einer Arbeitnehmer-Belastungslawine zurückschrecken, wenn sie nur den Kanzler bekommen." Das stellt der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Gewerkschafter NÖ, AKNÖ-Präsident Josef Staudinger, zum gestrigen ÖVP-Vorstandsbeschluss zur Regierungsbildung fest. Der AKNÖ-Präsident kritisiert in diesem Zusammenhang die Zustimmung aller ÖAAB-Vertreter zu einem Pakt, der den Unternehmern Geldgeschenke in Milliardenhöhe beschert, den Arbeitnehmern aber tief in die Taschen greift. Nun liege es an Klestil, noch größeren Schaden von Österreich abzuhalten, so Staudinger.++++

Der AKNÖ-Präsident weiter: "Die ÖVP - und mit ihr der ÖAAB - wird in die österreichische Geschichte eingehen als jene politische Gruppe, die Haider in die Regierung geholt und damit den Rassismus in unserem Land salonfähig gemacht hat." Als sozialdemokratischer Gewerkschafter verwehre er, Staudinger, sich außerdem gegen jede Vereinnahmung der Beschäftigten durch das neue "Regierungsgespann". Die Sorgen und Bedenken des Auslands richten sich nicht gegen die Österreicherinnen und Österreicher oder jene, die am 3. Oktober die Freiheitlichen gewählt hätten, sondern ausschließlich gegen einen Mann, der offensichtlich nichts aus der Vergangenheit gelernt hat, mit seinen verbalen Entgleisungen unserem Land schweren Schaden zufügt und den Boden für Radikalismen jeder Art aufbereitet.

In Richtung ÖAAB stellt der AKNÖ-Präsident fest: "Wer Ja sagt zu Geldgeschenken für Unternehmer, Bauern und Gewerbetreibende, wer dadurch die positiven Auswirkungen der Steuerreform für unsere Arbeitnehmer mit einem Schlag zunichte macht, wer Urlaube kürzen, Abfertigungen einbehalten und den Pensionsantritt hinausschieben will, nimmt bewusst in Kauf, dass aus einem Land der arbeitenden Menschen ein Land der Aktionäre, Unternehmer und Abkassierer wird. Sozialdemokratische Gewerkschafter werden sich diesen sozialen Rückschritt nicht gefallen lassen."

Nun sei es am Bundespräsidenten, diesem unwürdigen Schauspiel ein Ende zu setzen und eine Entscheidung im Sinne der Menschen und im Sinne Österreichs in einem geeinten Europa zu treffen, so Präsident Staudinger abschließend.

FSG, 03. Februar 2000 Nr. 16

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