FCG: Steuergerechtigkeit schaffen, statt Belastungen für die Arbeitnehmer erfinden.

Neugebauer: "32 Mrd. ATS sind bei den Unternehmen abzuholen!" Wien (OTS) - Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) fordert die neue Regierung auf, vor dem Abkassieren bei den Arbeitnehmern vorerst jene Steueraußenstä= nde einzutreiben, die viele Unternehmen dem Staat schulden. Es ist völlig unglaubwürdig, eine Sparpolitik einzuschlagen, die von den Arbeitnehmern extremen Verzicht fordert, anderen Berufsgruppen aber Geschenke und Privilegien zumittelt:

Die österreichischen Unternehmen schulden dem Staat:
- 22,6 Mrd. ATS sind ausgesetzt (strittig)
- 4,7 Mrd. ATS sind gestundet
- 5,7 Mrd. ATS sind noch nicht fällig (zwar festgesetzt, aber noch vor dem Fälligkeitstermin)
- 32,2 Mrd. ATS sind unstrittig sofort fällig und vollstreckbar!

Davon sind:
- 17,0 Mrd. ATS vollstreckbare Umsatzsteuer
- 6,5 Mrd. ATS einbehaltene Einkommenssteuer
- 8,5 Mrd. ATS "restliche" Steuern (z.B. Körperschaftssteuer)

"Jeder Betriebsprüfer mehr zahlt sich für den Staat aus", sagte ÖGB-Vizepräsident Neugebauer, denn er schafft dem Staat neben der Eintreibung der Steuerschulden auch die Minimierung der Steuerhinterziehung.

Trotz bundesweitem Personalabbau in der BRD schaffte man durch 400 neue Betriebsprüfer eine deutliche Verbesserung der Steuergerechtigkeit. Ein Betriebsprüfer mehr, bringt 5,6 Mill. Ergebnis pro Jahr mehr als er dem Staat kostet.

Ein Sonderproblem stellen die Gesellschaften mit beschränkter Haftung dar. Sie können schnell gegründet werden, "billig" agieren und sehr leicht dem Vorsteuerschwindel huldigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine GmbH in Wien geprüft wird, liegt bei "alle 90 Jahre"!

Bevor man Arbeitnehmer ausnimmt, sollte man eben Steuergerechtigkeit herstellen, fordert die FCG.

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