Regierungsklausur der NÖ Volkspartei:

Schwerpunkte Fitness-Programm, Technologie und Arbeit

St.Pölten (NLK) - Das Fitness-Programm, eine
Technologie-Offensive und die Hilfe für Alters- und Langzeitarbeitslose sowie die Betreuung behinderter Menschen (Stichwort: "Insel der Menschlichkeit") sind die Schwerpunkte der VP-Mitglieder der Niederösterreichischen Landesregierung im ersten Halbjahr 2000 und darüber hinaus. Darauf einigten sich die Spitzenvertreter der NÖ Volkspartei in ihrer heutigen Regierungsklausur. In einem Pressegespräch präsentierte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute die Zielsetzungen in den einzelnen Bereichen sowie die vorgesehenen konkreten Maßnahmen.

"Beim Fitness-Programm, das Anfang des Vorjahres gestartet wurde, geht es vor allem darum", so Pröll, "das Land auf die EU-Erweiterung vorzubereiten und den Standort Niederösterreich zu stärken." Im Rahmen des Fitness-Programmes soll nun auch die Landwirtschaft zusätzlich gestärkt werden. Die ersten fünf Projekte werden demnächst bzw. wurden bereits gestartet.

Gemeinsame Marketingschiene für die Kellergassen im Weinviertel, um dieses unverwechselbares Kulturgut zu beleben

Verbesserung der Lager- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Biogemüse aus dem Waldviertel

Angebotserweiterung des bäuerlichen Gästeringes im Weinviertel (z. B. Urlaub am Bauernhof)

Ausbau der Brennerei Starrein in Weitersfeld im Bezirk Horn, um neue Absatzmärkte zu sichern

Erweiterung der Biomasse-Fernheizanlage in Vitis.

Allein durch diese fünf Projekte sollen Investitionen von fast 100 Millionen Schilling ausgelöst werden.

Große Chancen sieht der Landeshauptmann auch in der Technologie-Offensive des Landes. "Das Ergebnis einer vom Land in Auftrag gegebenen Studie, in der die zukunftsträchtigsten Technologiefelder herausgearbeitet wurden, zeigt, dass Niederösterreich in den Bereichen Umwelttechnik, Telekommunikation und Bio-Energie hervorragende Entwicklungschancen hat." In diesen Bereichen sollen in einer ersten Phase 250 Millionen Schilling investiert und zumindest 300 Arbeitsplätze geschaffen werden. Eine Geschäftsstelle für Technologie soll zudem eine wichtige Schnittstelle zwischen Forschungszentren (Know-how) und Betriebe sein. Es gebe auch Überlegungen, einen eigenen Technologiebeauftragten zu installieren. Erfreut zeigte sich Pröll, dass von fünf vergebenen Kompetenzzentren in Österreich zwei in Niederösterreich liegen.

Ein weiterer Schwerpunkt der VP-Regierungsarbeit werde der Bereich der Alters- und Langzeitarbeitslosigkeit sein. Im Rahmen der Pröll-Prokop-Jobinitiative konnten bereits 3.500 Arbeitsplätze geschaffen werden, insbesondere in den Problembereichen Frauen und Jugendliche, so der Landeshauptmann. Nun will man auch ein Projekt zur Betreuung von behinderten Menschen in Werkstätten und Wohnungen starten, in denen 900 behinderte Menschen betreut und 400 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

Aus aktuellem Anlass ging Pröll auch auf die Entwicklung auf Bundesebene ein. Zwar müsse man die internationale Kritik wegen einer möglichen VP-FP-Bundesregierung ernst nehmen. Dieser Bundesregierung müsse man aber auch die faire Chance geben zu zeigen, was sie könne und welchen Weg sie gehe. Wolfgang Schüssel sei seiner Ansicht nach ein Garant dafür, dass Österreich auch in Zukunft "einen kalkulierbaren Weg weitergehen wird".

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