EU-Gelder für Wien

"Unser Wien" berichtet über die EU-Fördermaßnahmen

Wien, (OTS) Der EU-Nettozahler Österreich erhält für bestimmte Projekte auch Geld von der EU "zurück". Mit Programmen wie URBAN - dient der Verbesserung der Lebensqualität in städtischen Problemzonen - oder INTERREG - eine Gemeinschaftsinitiative zur Zusammenarbeit mit osteuropäischen Staaten - wurden allein in Wien in den letzten Jahren 400
Millionen ATS an EU-Fördermitteln bei mehr als 180 Projekten eingesetzt: für die Belebung des Gürtels, von der Revitalisierung der Stadtbahnbögen über Zuschüssen für Betriebe bis zur Gestaltung des Yppenplatzes oder für Elemente des neuen Urban Loritz-Platzes im Rahmen von URBAN Wien oder für den gemeinsamen Unterricht in
der Europäischen Mittelschule, wo Schüler aus Wien gemeinsam mit Jugendlichen aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn im Rahmen von INTERREG unterrichtet werden. In der neuen Ausgabe berichtet die Stadt-Wien-Publikation "Unser Wien" über die verschiedenen EU-Förderungen, die in Wien bzw. mit Wien gemeinsam eingesetzt
werden. Die 400 EU-Millionen vervielfachen sich durch die Mitfinanzierungen der Stadt, des Bundes oder privater Investoren. Insgesamt wurden so 1,2 Milliarden ATS investiert.****

URBAN WIEN – GÜRTEL:

Im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative "URBAN" hatte die Stadt Wien das Projekt "URBAN WIEN" eingereicht. Das entsprechende Zielgebiet für Maßnahmen und Förderungen umfasste den Gürtel und die angrenzenden Bezirksbereiche. EU-Förderungen brachten dafür in den letzten Jahren 166 Millionen Schilling; mit weiterer Unterstützung durch Bund, Stadt Wien und privaten Investoren -insgesamt werden 750 Millionen ausgegeben - wird der Gürtelbereich attraktiviert. Einige Beispiele für die Maßnahmen:

o "URBION": Eine Belebung der Gürtelbögen - der ehemaligen

Stadtbahnbögen; ein neues Oberflächenkonzept und eine ausgeklügelte Beleuchtung ließen in der Mittelzone des Gürtels eine neue Szene entstehen.
EU-Anteil: rund öS 58 Millionen, Anteil Stadt Wien:
öS 98 Millionen.
o Urban-Loritz-Platz: EU-Mittel wurden im Rahmen des URBION-

Projekts für die Neugestaltung eingesetzt, z.B. für ein riesiges Zeltdach und markantes Licht-Design. Bis zum Sommer werden auch die angrenzenden Grünflächen neu gestaltet.
o Yppenplatz - Neugestaltung: Die Marktstände am Yppenplatz werden

neu geordnet und das Zentrum des Platzes im Stil einer Piazza
bis Sommer 2000 neu gestaltet, Raum für Kulturveranstaltungen
und ein Park sind ebenfalls geplant.
EU-Anteil: über öS 8 Millionen, Anteil Stadt Wien: rund
öS 19 Millionen.
Fertigstellung geplant für Sommer 2000.
o "ZAK": mit der Zuschuss-Aktion für Klein- und Mittelbetriebe

wurden bisher rund 200 Unternehmen gefördert. Dieses Projekt des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds hat bis jetzt Folgeinvestitionen in der Höhe öS 128 Millionen ausgelöst. EU-Anteil: über öS 7,5 Millionen, Anteil Stadt Wien: über
öS 29 Millionen.
o Reparatur- und Servicezentrum: hier werden 16

Langzeitarbeitslose über 45 Jahre beschäftigt, die defekte Haushaltsgeräte wieder verwendbar machen.
EU-Anteil: rund öS 7,8 Millionen, Anteil des Bundes: rund
öS 7,8 Millionen.
o Jobagentur "Comeback": Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger

und Bezieher von Notstandshilfe, bisher 312 Menschen, werden
hier für den Wiedereinstieg ins Berufsleben trainiert.
EU-Anteil: rund öS 11,5 Millionen, Anteil des Bundes: rund
öS 11,5 Millionen.
o "INTERFACE": Die Jugend-, Kultur- und Bildungswerkstatt

"INTERFACE" des Integrationsfonds ist der kreative Treffpunkt
für Jugendliche.
EU-Anteil: öS 4,5 Millionen, Anteil Stadt Wien: über
öS 19,5 Millionen.

Aber auch spektakuläre "Nicht-EU-Projekte", wie die Wiener Hauptbibliothek, die derzeit am Gürtel gebaut wird, zeugen von der nachhaltigen Wirkung des
Förderprogramms.

Acht Milliarden für Österreich bei "Ziel 2 neu" - in Wien für Gebiete im 2. und 20. Bezirk

Österreich erhält in den nächsten sechs Jahren mehr als
acht Milliarden Schilling zur Förderung von so genannten "Ziel 2"-Gebieten. In Wien werden Teile des 2. und des 20. Bezirks, zum Beispiel das Stuwerviertel und verschiedene Geschäftsstraßen, davon profitieren. Mit EU-Mitteln könnten etwa Gewerbehöfe oder Fachhochschulen gefördert werden.

INTERREG – Investitionen in die Zukunft mit Osteuropa

Der besseren Zusammenarbeit mit osteuropäischen Staaten, die
ja EU-Anwärter sind, dienen die 70 Projekte der Gemeinschaftsinitiative "INTERREG II". Zum Beispiel:

CERNET-Bildungsprogramm: bringt in der Europäischen Mittelschule in der Neustiftgasse 100 gemeinsamen Unterricht für
72 junge Menschen, WienerInnen gemeinsam mit TschechInnen, SlowakInnen und UngarInnen. Die SchülerInnen erhalten hier die Gelegenheit, die Kulturen ihrer Nachbarländer näher kennen zu lernen, Sprachkenntnisse zu perfektionieren. Zu CERNET gehört auch europaweiter Erfahrungsaustausch: Über 5.000 Lehrer und Pädagogen waren bisher zu Treffen dies- und jenseits der Grenzen unterwegs.

Hat eine Schule ein grenzüberschreitendes Projekt entwickelt und möchte sie eine Schulpartnerschaft initiieren, hilft das CERNET-Zentrum weiter.: Fax: 403 44 27.

"Small Project Fund": fördert kleine Initiativen und
Projekte, die die Menschen dies- und jenseits der Grenzen miteinander bekannt machen und so Vorurteile und Ängste abbauen sollen. 26 solcher Kleinprojekte hat die Stadt Wien 1999
gefördert. Etwa "Stille Post": Per Bildtelefon und ohne Worte übermittelten Kinder in Wien und Bratislava typische Bilder ihrer Städte. Die gemeinsame Geschichte der Slowakei und Österreichs steht im Mittelpunkt eines Projekts, das die Universität Wien konzipiert hat und heuer weiter fortsetzt. Weitere Ideen: bitte an das EU-Förderbüro der Stadtverwaltung, Telefon 4000/82 584.

VITECC, MedCult: Umfassende Städteinfos gibt’s im Internet. Gefördert vom Programm "VITECC" präsentieren sich die Städte dort einem breiten Publikum. Auch die Bereiche Kultur und Medien werden von "VITECC" unterstützt. Das Projekt "MedCult" erarbeitet Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Vertretern beider
Seiten. Regionale Künstler erhalten eine Plattform zur Verbreitung ihrer Arbeiten und die Medien gute Geschichten.
Internet: www.vitecc.net/
Neue "VITECC"-Projekte sind bei Regional Consulting willkommen.
Fax: 548 49 56, e-mail: vitecc@regcon.at

MILENA 2001: soll bessere Chancen für Frauen
bieten: Arbeitslosigkeit war in den ehemals kommunistischen
Ländern fast ein Fremdwort. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges hat sich die Situation jedoch schlagartig geändert. Gerade bei Frauen steigt die Arbeitslosigkeit rasant. Dem entgegenzuwirken
ist ein Ziel des Netzwerkes "MILENA 2001". Dazu stehen im Jahr
2000 einige Vorhaben auf dem Programm: Workshops und eine Europäische Konferenz werden organisiert. Ein Imagefolder, ein vierteljährlich erscheinender Newsletter und eine Website optimieren den Informationsaustausch. Für Infos: Fax an 585 85 10/30 schicken.

"INTERREG II": bei dieser Gemeinschaftsinitiative laufen bereits rund 70 Projekte mit Ungarn, der Tschechischen Republik
und der Slowakei. Die Projekte wurden zwischen 1994 und 1999 mit mehr als 102 Millionen Schilling gefördert. Die Europäische Union stellte dafür mehr als 48,6 Millionen Schilling zur Verfügung. Die Stadt Wien investierte rund 23,5 Millionen, der Bund etwa 24,7 Millionen. Von privater Seite gelangten 5,5 Millionen in den Fördertopf.

Informationen über EU-Aktivitäten

o Info-Folder: Einen Überblick über viele wichtige Servicestellen

in Sachen EU bietet der kostenlose Folder "EU-Information in Österreich". Das Druckwerk kann man sofort schriftlich bestellen bei: Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich:
1, Kärntner Ring 5–7 oder Fax: 513 42 25.
o INFO-POINT-EUROPA: Auch für Privatpersonen gibt es von der EU

Förderungen. So werden z. B. im Rahmen des Programms "Leonardo
da Vinci" Auslandsaufenthalte für Schüler finanziert. Aber auch bei allen anderen Fragen zur EU ist man im "Info-Point-Europa" richtig: 1, Rathausplatz 2, Telefon 4000 86 183. www.europainfo.at/
o EURO-INFO-CENTRE für Unternehmer: zu Förderprogrammen,

Rechtsvorschriften, öffentlichen Ausschreibungen oder internationalen Kooperationsmöglichkeiten bietet das "Euro-Info-Centre" Unternehmen in Wien ein maßgeschneidertes Service in allen Fragen zur EU: 1, Rathausplatz 2, Telefon 4000 86 173. www.wwff.gv.at/europe/
o EU-KOMMISSION: In der Vertretung der Europäischen Kommission in

Wien findet man nicht nur ein umfangreiches Archiv und
kostenlose EU-Publikationen, es werden auch regelmäßig Diskussionsrunden und Seminare zu aktuellen EU-Themen
abgehalten. 1, Kärntner Ring 5–7, Telefon 516 18-0. www.europa.eu.int/austria/
o MD-EU-Förderungen: Projektinfos der Stadt:

Wer mehr über die Projekte der Stadt im Rahmen von EU-Förderungen wissen will, sollte die Magistratsdirektion/ EU-Förderungen kontaktieren.- egal, ob es um Fragen zu den Gürtelbögen oder die Planungen in der neuen Förderperiode geht. Eine Projektdatenbank der MD-EUF finden Sie im Internet.
Telefon 4000/82 585, www.wien.gv.at/meu/
o DIE EU im Internet: Unter www.europa.eu.int/ findet man den

Einstieg in das Angebot der EU im Internet. Zum Beispiel www.europa.eu.int/index-de.htm Die Startseite der EU in
deutscher Sprache.
o www.europa.eu.int/geninfo/key_de.htm

Aufbereitung aktueller Themen wie die Erweiterungspläne der EU.
o www.europa.eu.int/pol/index-de.htm

Wie sieht z. B. die Politik der EU in Sachen Umwelt aus? Hier erfährt man es.
o www.europa.eu.int/abc-de.htm

Wichtige Schlagworte zur Europäischen Union gibt es hier auf einen Blick.
o www.europa.eu.int/geninfo/info-de.htm

Alle wichtigen EU-Datenbanken wie z. B. die Zentralbibliothek
oder den EU-Amtskalender.
(Schluss) (hrs/uw)

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