SJ-Chef Pichler: "Diese "Wende" stellt den Anfang vom Ende, des von Toleranz und Weltoffenenheit geprägten politischen Grundkonsenses österreichischer Regierungen, dar"!

Den Preis zur Machterringung des Herrn Schüssel wird Österreich erst bezahlen müssen.

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, Robert Pichler, nahm heute Mittwoch zu der Einigung zwischen FPÖ und ÖVP Stellung.

"Diese "Wende" stellt den Anfang vom Ende, des von Toleranz und Weltoffenheit geprägten politischen Grundkonsenses österreichischer Regierungen, dar," so der Vorsitzende.

"Wenn gestern spät Abends bei der Pressekonferenz der Führer der FPÖ, Jörg Haider, sich bereits dazu verstieg den Patriotismus, in einer an Nationalismus grenzenden Art, zu beschwören und auf die Frage nach seiner Huldigung der SS angesprochen, schlicht weg durch Ignoranz diese Frage als beantwortet ansieht, läßt das für die Zukunft dieses Landes Schlimmes erahnen", so Pichler.

"Es ist für mich unverständlich wie eine sogenannte christliche Partei, als die sich die ÖVP ja immer bezeichnet hat, Werte mit Füßen treten kann, die mit dem Christentum Untrennbar verbunden sind. Beginnend bei der Wahrheit, betreffend der Aussagen des VP-Ohmannes über den Grund der gerechtfertigten internationalen Kritik, bis hin zur Nächstenliebe, die ja noch vor kurzem bei den Freiheitlichen an Staatsbürgerschaft und Hautfarbe gebunden schien", so der Vorsitzende weiter.

"Den Preis zur Machterringung des Herrn Schüssel wird Österreich erst bezahlen müssen, wobei dieser durch die fatale Art der FPÖ aber auch vor allem durch das ja noch nicht vorliegende, aber scheinbar beschlossene Belastungspaket der möglichen künftigen Koalition ins Unermeßliche zu steigen droht", so Pichler.

"Was, aber den fahlsten Geschmack dieser politischen Kost des Irrsinns bis jetzt hinterläßt ist, daß sich beide Parteiobmänner dazu versteigen, bei ihren Presseerklärungen immer von der österreichischen Bevölkerung im ganzen zu reden, die diese Wende sich herbeisehne. Dies wird nämlich dazu führen, daß ÖstereicherInnen, die mit dieser Regierung aber schon gar nichts am Hut haben wollen, international sich die Frage gefallen lassen werden müssen, wieso sie sich eine rechte bis rechtsradikale Regierung ersehnt haben", so der Vorsitzende abschließend.

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