Onodi: Novelle zum NÖ Heilvorkommen- und Kurortegesetz

Stellung Niederösterreichs im "Kurtourismus" ausbauen

St. Pölten, (SPI) - "Niederösterreichs Kurorte haben eine lange Tradition. Zahlreiche natürliche Heilvorkommen sorgen für ein breites Spektrum an Heil- und Behandlungsmethoden. Hochqualifiziertes Personal und modernster Qualitätsstandard machen Niederösterreichs Kuranstalten auch touristisch interessant. Es wird immer mehr Trend, sich sozusagen "gesundzuurlauben". Dies ist nicht nur aus der Sicht der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens zu begrüßen, auch die wirtschaftlich positiven Auswirkungen auf unser Land positionieren Niederösterreich damit verstärkt als beliebtes Kururlaubsland und Freizeitdorado für Badegäste", kommentiert die Gesundheitssprecherin der NÖ Sozialdemokraten und 2. Präsidentin des NÖ Landtages, Heidemaria Onodi, die positive Entwicklung.****

Um den aktuellen Bedürfnissen, die sich aufgrund der wachsenden Beliebtheit und mannigfaltigen Anforderungen ergeben, gerecht zu werden, hat der NÖ Landtag bei seiner letzten Sitzung eine Novelle zum bestehenden NÖ Heilvorkommen- und Kurortegesetz beschlossen. Diese Novelle sieht zum Teil gravierende Änderungen zum derzeitigen Gesetz vor. Nach der alten Rechtslage war es ausgeschlossen, in Kuranstalten Zusatztherapien oder Produkte anzuwenden, die sich nicht aus den ortsgebundenen Heilvorkommen selbst ergeben. Diese "bürokratischen" Vorschriften sind heute sicher nicht mehr zeitgemäß - ja sie behindern die Kur- und Badeanstalten geradezu, ihr Angebot gemäß den Wünschen und den Erwartungen des Kunden abwechslungsreich zu gestalten und entsprechend auszubauen. Zweifellos ist es auch medizinisch sinnvoll, Zusatztherapien und andere Produkte anzubieten. Dies ist nun erlaubt - künftighin wird es möglich sein, Zusatztherapien, wie Diätbehandlungen oder physikalische Heilverfahren, anzubieten.

Weiters wird es künftighin möglich sein, mineralhältiges Wasser zu filtrieren, um verschiedene chemische Reaktionen unerwünschter Wasserinhaltsstoffe hintanzuhalten und damit unansehnlichen Ablagerungen auf den Beckenfliesen zu vermeiden. Es ist daher eine wesentliche Ersparnis, statt umfangreicher Reinigungen das Wasser vorher auszuflocken und zu filtrieren, ohne dadurch dessen Heilwirkung zu beeinträchtigen.

Um die Qualitätssicherung zu gewährleisten, soll der aufsichtsführenden Arzt eine entsprechende Qualifikation auf dem Gebiet der Balneologie und Kurortemedizin nachweisen können. Die Österreichische Ärztekammer organisiert dazu bereits seit einem Jahrzehnt Fachseminare, die für kurärztliche Mediziner in ihrer Berufsausübung von essentieller Bedeutung sein können.

"Weitere Änderungen der vorliegenden Novelle betreffen vor allem die Ausweitung der ärztlichen Kontrolle und der gesundheitlichen Aufsicht während einer Kur. So muss während der Therapiezeit ärztliche Hilfe jederzeit sofort in ausreichendem Maße verfügbar sein. Außerhalb der Therapiezeit muss künftighin entsprechend ausgebildetes Personal für Erste-Hilfe-Maßnahmen erreichbar sein. Eine weitere positive Entwicklung ist sicherlich, dass den Patienten Informationen über ihre Rechte, Behandlungs- und Beschwerdemöglichkeiten transparenter und somit leichter zugänglich gemacht werden", so Onodi weiter. "Das Kurland Niederösterreich setzte mit dieser Novelle einen wichtigen Schritt zur Sicherung seines hohen Standards und zur Ausweitung des Angebotes. Diese Gesetzesnovelle zum NÖ Heilvorkommen- und Kurortegesetz wahrt und sichert weiters zeitgemäße Patientenrechte und hohe Qualitätsstandards", so die SP-Gesundheitssprecherin abschließend.
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