Sacher: Pröll und Schüssel haben ihr Waterloo - blinder Egoismus führte Österreich in eine Sackgasse

Überzogene Reaktion des Auslands nützt Jörg Haider

St. Pölten, (SPI) - "Wolfgang Schüssel und LH Erwin Pröll, der im Hintergrund immer die Fäden für eine blauschwarze Zusammenarbeit zog, haben nun ihr Waterloo. Blinder Egoismus um den Kanzlersessel für die drittstärkste Partei und absolute Machtansprüche eines Landesfürsten haben dazu geführt, dass Österreichs Politik in eine Sackgasse zum Schaden des gesamten Landes angelangt ist", kommentiert der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, die aktuelle Lage. "Ganz im Gegensatz zu den Behauptungen Prölls in der dieswöchigen Ausgabe der NÖN ist es nämlich der Egoismus der Volkspartei gewesen, der die Regierungsverhandlungen zwischen Sozialdemokraten und ÖVP scheitern ließ.****

"Die ÖVP hat von Anfang an nur Scheinverhandlungen geführt, ja ein bereits mit der FPÖ ausverhandelter Grundsatzkatalog, der während der offiziellen Verhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP hinter dem Rücken der Sozialdemokraten vereinbart wurde, beweist hinlänglich das falsche Spiel von Schüssel, Pröll & Co. Kanzler Schüssel - koste es was es wolle. Dieser Grundsatz nimmt ganz Österreich in Geiselhaft", so Sacher weiter.

"Für die Sozialdemokraten ist die derzeitige Situation jedenfalls bestürzend. Man darf die Sorgen, Proteste und Ermahnungen aus dem Ausland nicht auf die leichte Schulter nehmen, wobei allerdings klarzustellen ist, dass überzogene Reaktionen zu FPÖ Jörg Haider diesem eher nützen als schaden. Natürlich hat FP-Chef Haider mit seinen jüngsten Äußerungen den Bogen klar überspannt und viele Aussagen - auch nachrangiger FP-Funktionäre - sind nicht dazu angetan, Vertrauen aufzubauen. Eine quasi "Sippenhaftung" für ganz Österreich oder aller FPÖ-Wähler ist jedoch ebenso strikt zurückzuweisen wie kaltschnäuzige Reaktionen auf die Kritik des Auslands. Die Sozialdemokratie wird jedenfalls die schwierige Aufgabe haben, wieder Vertrauen aufzubauen und viele berechtigte oder unberechtigte Irritationen auszuräumen", so der SPNÖ-Klubchef abschließend.
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