Markante Aufwärtsentwicklung bei den Vorlehrlingen

Spezielle Ausbildungsform für lernschwächere Jugendliche beginnt zu greifen

Wien (PWK) - Per 31.12.1999 bestanden in Österreich 100 Vorlehrverhältnisse. Ein Plus von 25 Prozent mehr als zum Stichtag 31.10.1999 stellt eine ein-drucksvolle Steigerungsrate dar. Die meisten Vorlehrlinge gibt es mit 32 in Kärnten, dahinter folgen Oberösterreich mit 28 und Niederösterreich mit 13. Dieser positive Trend zeigt, dass die Vorlehre als Maßnahme für lernschwächere Jugendliche, die in der längstens zwei Jahre dauernden Ausbildungsmaßnahme "lehrvertragsreif gemacht werden" sollen, von der Wirtschaft verstärkt angenommen wird, stellt Gerd Trötzmüller von der Gruppe Bildungspolitik in der WKÖ fest.

Daraus ergibt sich, dass das Modell der Vorlehre die ideale Hilfestellung für lernschwache Jugendliche ist, da sie auf die Erlernung eines Lehrberufes vorbereitet werden. Im Vergleich zu den teuren Maßnahmen des sogenannten "Auffangnetzes" ist die Vorlehre weit kostengünstiger. Der Erfolg dieses Modells trotz seiner Zugangsbeschränkungen zeigt, welches Potenzial in diesem Bereich ausgeschöpft werden könnte, sollten die auf Drängen des ÖGB fixierten extrem restriktiven Zugangsbedingungen gelockert werden.

Die Vorlehre ist eine spezielle Ausbildungsform für Jugendliche, die durch die Novelle 1998 im Berufsausbildungsgesetz eingerichtet wurde und bis zum 31.12.2000 begonnen werden kann. Sie ist kein Lehrverhältnis, sondern ein diesem nachempfundenes Ausbildungsverhältnis, bei dem die Bildungsinhalte des ersten Lehrjahres eines Lehrberufes in zwei Lehrjahren zu erlernen sind. Die Anrechnung von Zeiten der Vorlehre auf ein nachfolgendes Lehrverhältnis ist unter bestimmten Voraussetzungen nach dem Berufsausbildungsgesetz vorgesehen. (pt)

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