2. Februar - Internationaler Tag der Feuchtgebiete

Wien (OTS) - Anläßlich des morgigen Internationalen Tags der Feuchtgebiete warnt der WWF vor einer weiteren Vernichtung dieser wichtigen Lebensräume. Weltweit wurden bereits die Hälfte aller Feuchtgebiete zerstört. Flüsse und Bäche werden reguliert, Seen, Moore und Sümpfe werden trockengelegt und fallen Landwirtschaft, Siedlungsbau und Industriealisierung zum Opfer. Auch in Österreich sind diese artenreichen Lebensräume in den letzten Jahrzehnten dramatisch dezimiert worden. Rund 400.000 ha wurden allein in den letzten 50 Jahren zerstört. Damit sind auch die Arten, die an Feuchtgebiete gebunden sind - in Österreich ist das rund ein Drittel der heimischen Artenvielfalt - stark bedroht. Der WWF fordert daher die Ausweisung neuer RAMSAR Gebiete zum Schutz bestehender Feuchtlebensräume, die Renaturierung von 84.000 ha geschädigter Feuchtgebiete in den nächsten 30 Jahren sowie den Schutz aller österreichischen Moore.

Der Internationale Tag der Feuchtgebiete wird zum Abschluß der RAMSAR Konvention begangen. Diese erste umfassende internationale Konvention zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten wurde 1971 unterzeichnet. Österreich ist seit 1983 Mitglied.

Wie wichtig der Schutz von Feuchtgebieten gerade auch für den Menschen ist, zeigt die Tatsache, dass heute bereits mehr als 2 Milliarden Menschen weltweit unter Wasserknappheit leiden. In 25 Jahren könnten schon 2 von 3 Menschen nicht mehr ausreichend mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Intakte Feuchtgebiete sind aber der wichtigste Garant für einen funktionierenden Wasserkreislauf. Sie halten Wasser sauber und können große Wasservorräte speichern. Und sie dienen auch als Hochwasserspeicher.

Bisher ist nur ein geringer Teil der Feuchtgebiete weltweit ausreichend geschützt. "In Österreich müssen unter anderem neue RAMSAR Gebiete an der Lafnitz und in der Ettenau in Oberösterreich eingerichtet werden", fordert Dr. Gerald Dick, Artenschutzexperte des WWF, "diese Gebiete stehen übrigens auch auf einer Vorschlagsliste der Bundesländer, nur passiert ist leider bisher nichts."

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