Augenmaß bei den Treibstoffpreisen

Wien (OTS) - Augenmaß bewahren, verlangt der ARBÖ in seiner Presseaussendung vom 25. d.M. von der österreichischen Mineralölwirtschaft, um eine weitere Steigerung der Inflationsrate infolge der Verteuerung der Treibstoffpreise hintanzuhalten. Die Mitglieder des Fachverbandes der Erdölindustrie, welche jahrein jahraus die benötigten Treibstoffe klaglos bereitstellen, sind über derartige Ratschläge verwundert. Dies in erster Linie, da dem ARBÖ unbestritten bekannt ist, dass sich in Österreich, wie in allen europäischen Ländern, die Preisgestaltung bei den Treibstoffen an den Entwicklungen der Produktenmärkte in Rotterdam orientiert. Daher verändern sich die Pumpenpreise in Österreich, nach unten wie nach oben, entsprechend den Preisbewegungen der Rotterdamer Notierungen.

Der mit Abstand größte Preisfaktor bei den Treibstoffen sind die Steuern, Mineralöl- und Mehrwertsteuer, welche mehr als zwei Drittel des vom Kunden zu bezahlenden Pumpenabgabepreises ausmachen.

Augenmaß hat die Mineralölbranche Ende März 1999 vermisst, als der Wirtschaftsminister unter Berufung auf die Netto-EU-Durchschnittspreise (Pumpenpreise minus Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Pflichtbevorratung) eine Absenkung des Preisniveaus um 70 Groschen / Liter per Gesetz angedroht hat; dies ohne Berücksichtigung der höchst restriktiven heimischen Rahmenbedingungen zu den anderen europäischen Ländern. Bekanntlich haben die Mineralölgesellschaften am 30.3.1999 gegen die betriebswirtschaftliche Vernunft die Treibstoffpreise "freiwillig" abgesenkt - bei Super Plus um 40 Groschen, Eurosuper und Normalbenzin um 30 Groschen sowie bei Diesel um 20 Groschen je Liter, um damit einem ruinösen Preisdiktat zuvorzukommen. Seither ist es den Mineralölgesellschaften unmöglich, im Tankstellengeschäft ausreichende Erträge zu erwirtschaften.

Ebenso verwundert unsere Mitglieder der Ratschlag des ARBÖ, den Konsumenten in Österreich mehr als bisher die wirtschaftlichen Zusammenhänge auch international zu erklären. In der Vergangenheit ist dies oftmals durch Pressekonferenzen und Presseaussendungen der Mineralölgesellschaften oder des Fachverbandes, aber auch durch Informationsschreiben an alle Interessenvertretungen und Abgeordnete, geschehen; zuletzt vergangene Woche. Oft sind es jedoch die Interessenvertretungen, die den Konsumenten diese übermittelten Tatsachen vorenthalten und damit zur Verunsicherung beitragen.

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