Konzept für Hochwässer der Schwechat liegt nun vor

Von Alland bis Guntramsdorf: Abflussräume detailliert beschrieben

St.Pölten (NLK) - Die Schwechat verzeichnete aufgrund des Regens und der Schneeschmelze wieder einen Anstieg. Gegen die Ereignisse, die im Juli 1997 auch das Schwechattal zwischen Alland und Guntramsdorf heimsuchten und die letzten Endes Anlass waren, dieses "Schutzwasserwirtschaftliche Grundsatzkonzept" zu erstellen, war dieses "Hochwasser" allerdings harmlos. Wie fließt die Schwechat bei großen Hochwässern ab? Wo sind die Überflutungsflächen, die von einem Hochwasser bedroht werden? Das waren einige der Fragen, die zu den notwendigen Untersuchungen an der Schwechat führten, die von der Gruppe Wasser, einer renommierten zivilrechtlichen Gesellschaft durchgeführt wurden. Finanziert wurde das Konzept vom Bund und vom Land Niederösterreich zu gleichen Teilen.

Zuerst wurden Aufzeichnungen über den Abflussraum vorgenommen, besonders die Hochwassermarken von Juli 1997, wobei Fotos, Videoaufnahmen und Beschreibungen sehr hilfreich waren. Mit diesen Grundlagen, einem digitalen Geländemodell des Bundesamtes für Eich-und Vermessungswesen und den geodätisch aufgenommenen Profilen der Schwechat und des gesamten Tales wurde ein mathematisches "Zeugnis" des Flusses erstellt, mit dem die Wasserspiegellagen berechnet und die Überflutungsflächen bestimmt wurden. Auch die Mengen der Hochwässer für 30 und 100 Jahre wurden berücksichtigt.

Die Ergebnisse sind in Querprofilen und Längsschnitten des Flusses sowie im Lageplan dargestellt. Grundlage für zukünftige Planungen war eine Klassifikation der Überflutungsflächen, die den derzeitigen Ausbau des Gerinnes mit der Regulierung unter Hochwasserschutzdämmen zeigt. Auch wird aufgelistet, wie das Umland bei Hochwasserüberflutungen geschützt und in bestehenden Räumen erhalten werden können. Schließlich sieht das Konzept auch noch die Möglichkeiten für gezielte Maßnahmen - Stichwort:
Hochwasserrückhaltebecken - vor. Im Lageplan scheinen all diese Daten zusammenfassend auf.

Er sei sehr froh darüber, dass dieses Konzept nun präsentiert werde, sagte heute Landeshauptmannstellvertreter Dr. Hannes. Auch sei dies eine wichtige Grundlage für die Kommunalpolitiker, einmal "aus der Härte der Sicht" die eigene Geschichte näher kennen zu lernen. Für die Schutzwasserwirtschaft bedeuten Vorfälle wie diese, zu einer Zwischenfinanzierung der notwendigen Maßnahmen zu gelangen, und das natürlich nicht nur bei der Schwechat, meinte Bauer.

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