• 30.01.2000, 09:10:01
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  • OTS0027

Sacher: NÖ-Sozialdemokraten fordern bundeseinheitliches Tierschutzgesetz=

St. Pölten (OTS) - "Ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz,
welches das längst unübersichtliche Gewirr von neun
unterschiedlichen Landestierschutzgesetzen mit den
unterschiedlichsten Schutzbestimmungen endlich vereinheitlicht,
ist im Sinne des Tierschutzes unverzichtbar. Es kann nicht sein,
dass in einigen Bundesländern Tiere geschützt sind, jenseits der
Bundesländergrenze aber gejagt werden dürfen. Es ist auch nicht
zielführend, dass begrüßenswerter Weise in einigen Bundesländern
die Geflügelhaltung in engen Legebatterien bald verboten sein
wird, sich in anderen Ländern aber die Verantwortlichen weigern,
dieses Mindesterfordernis gegen die tierquälerische
Massentierhaltung endlich umzusetzen”, bricht der Klubobmann der
NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, eine Lanze für ein
bundeseinheitliches Tierschutzgesetz.****

"Der Knackpunkt eines Bundesgesetzes ist jedoch noch immer der
anhaltende Widerstand der ÖVP, die sich allgemein einer
Verschärfung der Tierschutzbestimmungen – vor allem im
landwirtschaftlichen Bereich, im Bereich der Massentierhaltung
und bei der Jagd – verweigert. Gerade der umfangreiche Bereich
der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung ist noch immer von
"tiefgehenden Tierschutzbestimmungen” ausgenommen. Vorstöße der
Europäischen Union, dies zu ändern, gibt es bereits, was sehr zu
begrüßen ist”, so Sacher weiter.

Das Europäische Parlament hat im Jänner vergangenen Jahres
beispielsweise Anträge über den Schutz von Legehennen
angenommen, die ein stufenweises Verbot von Batteriekäfigen
innerhalb der nächsten zehn Jahre verlangen. Die EU kommt zu dem
Schlus, dass die Verwendung von Käfigen keine artgerechte
Haltung ist und diese daher innerhalb der Europäischen Union
verboten werden soll. "Die Käfighaltung von Hühnern ist eine
Tierquälerei, die Lebewesen zu einer bloßen Ware degradiert. Für
entsprechende Bestimmungen ist allerdings ein
bundeseinheitliches Tierschutzgesetz besser geeignet als neun
einzelne Ländergesetze mit unterschiedlichsten Bestimmungen”, so
der SP-Klubobmann.
(Schluss) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200/2794

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