Sacher: NÖ-Sozialdemokraten fordern bundeseinheitliches Tierschutzgesetz

St. Pölten (OTS) - "Ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz, welches das längst unübersichtliche Gewirr von neun unterschiedlichen Landestierschutzgesetzen mit den unterschiedlichsten Schutzbestimmungen endlich vereinheitlicht,
ist im Sinne des Tierschutzes unverzichtbar. Es kann nicht sein, dass in einigen Bundesländern Tiere geschützt sind, jenseits der Bundesländergrenze aber gejagt werden dürfen. Es ist auch nicht zielführend, dass begrüßenswerter Weise in einigen Bundesländern die Geflügelhaltung in engen Legebatterien bald verboten sein
wird, sich in anderen Ländern aber die Verantwortlichen weigern, dieses Mindesterfordernis gegen die tierquälerische Massentierhaltung endlich umzusetzen”, bricht der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, eine Lanze für ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz.****

"Der Knackpunkt eines Bundesgesetzes ist jedoch noch immer der anhaltende Widerstand der ÖVP, die sich allgemein einer Verschärfung der Tierschutzbestimmungen – vor allem im landwirtschaftlichen Bereich, im Bereich der Massentierhaltung
und bei der Jagd – verweigert. Gerade der umfangreiche Bereich
der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung ist noch immer von "tiefgehenden Tierschutzbestimmungen” ausgenommen. Vorstöße der Europäischen Union, dies zu ändern, gibt es bereits, was sehr zu begrüßen ist”, so Sacher weiter.

Das Europäische Parlament hat im Jänner vergangenen Jahres beispielsweise Anträge über den Schutz von Legehennen
angenommen, die ein stufenweises Verbot von Batteriekäfigen innerhalb der nächsten zehn Jahre verlangen. Die EU kommt zu dem Schlus, dass die Verwendung von Käfigen keine artgerechte
Haltung ist und diese daher innerhalb der Europäischen Union verboten werden soll. "Die Käfighaltung von Hühnern ist eine Tierquälerei, die Lebewesen zu einer bloßen Ware degradiert. Für entsprechende Bestimmungen ist allerdings ein
bundeseinheitliches Tierschutzgesetz besser geeignet als neun einzelne Ländergesetze mit unterschiedlichsten Bestimmungen”, so der SP-Klubobmann.
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