"profil": Kroetz: "Keine Braune Revolution, nur Verzweiflung"

Dramatiker Franz Xaver Kroetz kritisiert Ausgrenzung Haiders

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"
erklärt der deutsche Dramatiker Franz Xaver Kroetz, dass
er "die Illusion, dass man mit dem Theater politisch
Einfluss nehmen kann, schon lange aufgegeben" habe.

Diese Illusionslosigkeit hindert Kroetz allerdings nicht
daran, das aktuelle politische Geschehen - auch in
Österreich - aufmerksam zu verfolgen. Im Gegenteil. Die "bürgerliche Demokratie" sei "die Herrschaftsform des Kapitalismus". Auch die "letzten Deppen" hätten das
mittlerweile kapiert und wählten jetzt dagegen an. Kroetz
im "profil"-Interview: "Gegen den Klima, der ausschaut
wie einer, der in Wien drei Friseursalons betreibt, und
gegen den Schüssel. Die Leute kapieren einfach, dass sich
mit diesen beiden nichts ändern wird. Und deshalb wählen
sie den Haider, als letzten Ausweg aus einer kaputten
bürgerlichen Demokratie."

Kroetz sieht in Österreich "keine braune Revolution, nur Verzweiflung". Die Ausgrenzung Haiders habe bloß seine "Attraktivität" gesteigert. Vor die Wahl gestellt, würde
Kroetz jedenfalls "hundert Mal lieber mit dem Haider ein
Bier trinken gehen als mit dem Schüssel. Den find ich ja so
was von ätzend. Da ist der Haider doch viel
sympathischer."

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