Jahrmann: Scharfe Kritik an NÖ-Kulturkonzept führte zu umfassenden Zugeständnissen

Nicht bloße Verwaltung, sondern zukunftsgerichtete Gestaltung ist notwendig

ST. Pölten, (SPI) - Die Kritik des sozialdemokratischen Kultursprechers am neuen Landeskulturkonzept, welches bei der vergangenen Sitzung des NÖ Landtages am 26. Jänner 2000 zur Beschlussfassung auflag, führte seitens des Ressortverantwortlichen, LH Dr. Erwin Pröll, zu einer Reihe von Zugeständnissen. Das Kulturkonzept wird überarbeitet und die berechtigten Kritikpunkte werden entsprechender Berücksichtigung finden.****

Änderungen fordern die NÖ Sozialdemokraten u.a. zu folgenden entscheidenden Punkten:

  • Das neue Kulturkonzept ist in der derzeitigen Fassung kaum nachvollziehbar.
  • Es ist verwaltungslastig und kaum zukunftsorientiert.
  • Es ist zu stark hauptstadtorientiert. Eine strikte Trennung von "Hochkultur" in den Städten gegenüber einer regionalen "Soziokultur", wie dies in der derzeitigen Fassung durchdringt, ist sicher nicht sinnvoll und widerspricht auch den Gegebenheiten.
  • Die generell angestrebte maximale 50%ige Finanzbeteiligung des Landes kann nur für die wirtschaftlich starken Kulturbereiche gelten. Wirtschaftlich schwächere Projekte und Initiativen würden sonst kaum "überleben" können.
  • Das Konzept bleibt im Wesentlichen in der Gegenwart stecken und ist kaum zukunftsorientiert.
  • Die Sammlung von Einzelthemen ist kein Kulturkonzept, sondern höchstens ein Entwurf mit Anregungen für das eigentliche Konzept.

"Das seit vielen Jahren geforderte und erwartete Landeskulturkonzept hat eine wesentliche Bedeutung für die zukünftige Kulturpolitik des Landes und muss daher entsprechend fundiert und aussagefähig sein. Angesichts der sozialdemokratischen Kritikpunkte hat man nun eine sehr kritische Durchleuchtung des vorliegenden Konzepts zugesichert. Eine bloße Zusammenstellung von Ergebnissen von Diskussionsrunden, Verhandlungen und Kulturgesprächen ist kein Kulturkonzept, vor allem keine strukturell durchdachte Fassung. Diese Mängel müssen nun raschest beseitigt werden", so SP-Kultursprecher LAbg. Josef Jahrmann.
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