"Kleine Zeitung" Kommentar: "Pulver sparen" (von Dr. Ulrich Stocker)

Ausgabe vom 29.1.2000

Graz (OTS) - Scheiden tut weh. Wenn der Abschied zudem mit dem Verlust von lang gewohntem Ansehen und Einfluss verbunden ist, schmerzt es umso mehr.

Dass viele SP-Politiker verbittert sind, ist verständlich: Die (mögliche) neue Richtung passt ihnen nicht - aus dem ehrenwerten politischen Motiven und aus allzu menschlichen Gründen. In der Aufgeregtheit neigt man zu Horrormärchen, die das drohende ohne uns drastisch vorAugen führen wollen.

Peter Kostelka versucht es : Auf Beamte werde von der FP schon jetzt "Druck" ausgeübt, Daten herauszugeben. Nein, nicht heile Personendaten, sondern Kennziffern übers Budget.

Investitionen von wichtigen Unternehmen seien ins Stocken geraten. Nein, nicht seit die Schwarzen mit den blauen offiziell verhandeln, sondern relativ knapp nach den Wahlen, weil man sofort eine FP-Beteiligung fürchtete.

Ein bisschen Gelassenheit ist zu empfehlen. Statt das Pulver im Vorfeld zu verballern, wäre es für belegte und wirkliche Skandale der neuen Machthaber aufzusparen. Vielleicht brauchen wir tatsächlich noch einiges davon... ****

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