VP-Strobl zu Eurosport: Wien im Dilemma

Wien (ÖVP-Klub) "Es ist paradox, daß markt- und wirtschaftspolitische Entscheidungen durch den Wiener Gemeinderat entschieden werden sollen", meinte heute VP-Sportsprecher, GR Walter STROBL, zur laufenden Diskussion über die Wiedereinspeisung von Eurosport ins Wiener Kabelnetz. Das Problem sei dir 100%-Beteiligung der Stadt Wien an der Firma "Kabel-TV", die ihrerseits wieder 5 % an der Telekabel-Wien Gmbh hält.***

"Mit dieser 5 %-Beteiligung ist ein direkter Eingriff in die Programmgestaltung durchaus möglich, weil alle Entscheidungen einstimmig fallen müssen", stellte STROBL klar. "Die Stadt Wien könnte also sehr wohl mehr Druck machen auf die Entscheidung ob und zu welchen Bedingungen Eurosport wieder im Wiener Kabelnetz zu sehen ist." Es sei den rund 360.000 Wiener Haushalten nur schwer erklärbar, warum sich die Stadt Wien nicht mehr für ihre Interessen einsetzt und ihr politisches Veto bei der Firma Telekabel einlegt.

"Sollte es sich hingegen um eine wirtschaftspolitisch notwendige Maßnahme handeln, die die Wiedereinspeisung verhindert, dann wird hier deutlich das Dilemma staatlicher Wirtschaftstätigkeit sichtbar", so STROBL. Sollte das der Fall sein, dann sei dies eine klassische Chance, um zu privatisieren. Nach einer Privatisierung der Anteile der Stadt Wien wäre die Telekabel Gmbh auschließlich dem Marktprinzip verantwortlich. Damit wären auch die tausenden von VP-Bezirksvorsteher Adi TILLER bereits im Sommer gesammelten Unterschriften wohl auch ein mehr als deutlicher Auftrag und Aufschrei der Kunden. "Die Wiener ÖVP ist hier schon seit Monaten federführend aktiv und hat den Bürgermeister bereits im vergangenen Juni aufgefordert die Wünsche der Wiener Sportbegeisterten zu vertreten." Der Wiener Gemeinderat sei jedenfalls das falsche Gremium, um dieses Problem zu lösen.

Die Stadt Wien habe nun die Wahl zwischen zwei Varianten: Endweder müssten die Anteile sofort verkauft werden oder die Stadt Wien müsse als Teilhaber schleunigst für die Wiedereinspeisung von "Eurosport" sorgen, so STROBL abschließend.***

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