Wiener Gemeinderat (4)

Mitteilung von Vbgm. Laska zum Thema Wiener Jugendarbeit

Wien, (OTS) Der Wiener Jugendbericht eröffne neue
Perspektiven und zeige deutlich, dass Kinder- und Jugendarbeit
nicht isoliert gesehen werden könne, sondern ressortübergreifend sein sollte. Dazu seien mehrere Instrumentarien wie etwa
Vernetzung, Zusammenarbeit und Partizipation sowohl mit Gemeindeorganisationen wie auch freiwilligen Organisationen und
mit dem Bund notwendig, erklärte Vbgm. Grete Laska (SPÖ) in ihrer Mitteilung zum Thema "Wiener Jugendarbeit". So werde anhand zahlreicher Projekte, welche bereits in anderen Ressorts umgesetzt wurden, deutlich, dass es in allen Bereichen möglich sei, die Anforderungen und Bedürfnisse der Jugendlichen umzusetzen. Ein wichtiger Schritt in diesem Zusammenhang sei die Investition von
230 Millionen Schilling in das Wiener Bildungsnetz, das alle
Wiener Schulen ans Internet bringen solle. Damit werde dem Prinzip der Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit als Grundvoraussetzung für die Berufsentscheidung Rechnung getragen. Gerade im Ressort Jugend, Soziales, Information und Sport habe es
in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte gegeben, die zeigen, dass Wien die Jugendlichen und Kinder ernst nehme; dazu zählten u.a. die Kampagne der Magistratsabteilung 11 (Amt für Jugend und Familie) sowie ein neues Jugendschutzgesetz, das jedoch erst zu diskutieren sei. Wie wichtig das Thema Kinder und Jugendliche in dieser Stadt sei, werde deutlich, wenn man sich die Steigerung von 33 Prozent des Budgets in diesem Bereich ansehe. Nun gehe es
darum, das klare politische Bekenntnis mit Leben zu füllen, so Laska abschließend.

GR Mag. Alexandra Bolena (LIF) erklärte, dass die Arbeit im Jugendressort wohl eine gute gewesen sei, es jedoch noch eine
Menge an Dingen gebe, die es umzusetzen gelte. So sei der Jugendbericht nicht schlüssig und zeige Wiederholungen von
Themen, die in Berichten anderer Einrichtungen bereits abgehandelt wurden. Ein Versäumnis der Stadt sei es, dass nur die Hälfte der rund 22 Jugendzentren in Wien am Samstag geöffnet habe und Sonntag überhaupt die Jugendlichen in allen Jugendzentren vor
geschlossenen Türen stünden. Als äußerst bedauernswert bezeichnete die Abgeordnete, dass Jugendliche weder in der Arbeitsgruppe für ein neues Jugendschutzgesetz, noch bei der Erstellung des Jugendberichtes vertreten gewesen sei. Dies widerspreche ganz und gar dem Prinzip der Partizipation. In Zusammenhang mit dem
Bildungs- wie Sportbericht müsse es möglich sein, dass die Abgeordneten über die Schwerpunktsetzung mitbestimmten. Daher stellten die Liberalen einen Antrag auf Erstellung eines Bildungs-wie Sportberichtes mit Einbeziehung aller Abgeordneten.

Man müsse anerkennen, dass StR. Grete Laska die politischen Zielsetzungen für Kinder- und Jugendarbeit in dieser Stadt ernst nehme und auch der Vernetzung eine wichtige Rolle einräume, meinte GR Susanne Jerusalem (G). Ein wichtiger Schritt, um den Bedürfnissen der Jugendlichen Rechnung zu tragen, sei das Wahlrecht, das man mit 14 Jahren festlegen sollte; zumindest auf Bezirksebene sei diesem Vorschlag von Seiten der Verfassung nichts entgegenzusetzen. Auch Freiräume seien ein wichtiger Punkt, dem in dieser Stadt zu wenig Beachtung eingeräumt werde. Es sei nicht einzusehen, dass Räumlichkeiten in Schulen, Schulhöfe sowie -sportplätze nur für den Unterricht zur Verfügung stünden, man solle diese Flächen öffnen und den Jugendlichen auch außerhalb des Schulbetriebes zur Verfügung stellen. Wichtige Punkte seien, ein Sozialbericht, der die Armut von Kinder und Jugendlichen aufzeige, Initiativen gegen Zwangspsychiatrierung von Jugendlichen sowie das Überdenken neuer Ausbildungsformen von Lehrlingen, schloss Jerusalem. (Forts.) ef/vo

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