Katholische Aktion entwickelt "Netzwerk der Solidarität"

Studie über Langzeitarbeitslosigkeit erschienen

St.Pölten (NLK) - "Die Möglichkeiten, ältere Arbeitsplatzsuchende auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen, sind besonders gering. Die Katholische Aktion der Diözese St.Pölten bemüht sich daher, im Rahmen der Initiative ‚Netzwerk der Solidarität‘ gemeinsam mit dem Arbeitmarktservice im Bezirk St.Pölten Langzeitarbeitslosen zu helfen, gleichgültig, welcher Altersgruppe sie angehören", stellte der Präsident der Katholischen Aktion, Dr. Rudolf Schwertner, heute Vormittag bei der Präsentation der Studie "Chancenlos - abgestellt -Langzeitarbeitslosigkeit in St.Pölten" vor. In einer Nachmittagsveranstaltung wird neben der Studie überdies auch das "Netzwerk der Solidarität" und die praktische Arbeit in den Gemeinden vorgestellt. Vertreter aus Politik, Arbeitsmarktservice und Kammern legen in Impulsreferaten mögliche Strategien zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit vor.

Die Studie wurde durch die Bundesakademie für soziale Arbeiten in St.Pölten durchgeführt. Sie stellt einen vorläufigen Zwischenbericht der Situation dar und soll durch die Ergebnisse der Nachmittagsveranstaltung ergänzt werden. Die Katholische Aktion sieht in der Langzeitarbeitslosigkeit ein massives Problem der Gesellschaft und startete deshalb die Initiative "Netzwerk der Solidarität" auch im Bezirk St.Pölten. In anderen Bezirken konnten bereits 80 Arbeitssuchende vermittelt werden. In dieser Initiative arbeiten katholische Laien, die in der jeweiligen Pfarre sowohl die Gemeindepolitiker, als auch die örtliche Wirtschaft und die betroffenen Arbeitslosen an einen Tisch bringen. In erster Linie geht es um die Vermittlung neuer Arbeitsstellen. Aber auch die persönlichen Rahmenbedingungen jedes einzelnen sollen durch begleitende Hilfen verbessert werden.

Die Katholische Aktion erarbeitete aus diesem Anlass auch eine Forderungsliste an Politik und Gesellschaft. Sie hält darin fest, dass nur die allerwenigsten, die keine Arbeit haben, selbst daran schuld sind und fordert von den Medien dazu wahrheitsgemäße Berichterstattung. Durch Aufstockung der Mittel sollen außerdem die Rahmenbedingungen für soziale Initiativen und Projekte verbessert und eine längerfristige Planung ermöglicht werden. Eine spezielle Hilfe soll für Leute geboten werden, die durch übergroße Schulden ihren Arbeitsplatz verloren zu haben, um ihnen einen Weg zu zeigen, um aus den Schulden - eventuell durch Privatkonkurs - herauszufinden. Von der Politik wird gefordert, für flexiblere Kinderbetreuungseinrichtungen zu sorgen, da vor allem alleinerziehende Frauen kaum in der Lage sind, die Probleme zu bewältigen. Wohl auch deshalb, weil eineinhalb Jahre Karenzzeit einfach zu kurz sind, stellte Präsident Dr. Schwertner fest.

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