• 28.01.2000, 12:13:50
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Schon wieder Gift! Naturschützer fanden vergifteten Marder=

Wien (OTS) - Den Giftlegern auf der Spur waren am vergangenen
Mittwoch Natur- und Tierschützer von WWF, Vier Pfoten und der NÖ
Berg- und Naturwacht. Bei einem dabei gefundenen toten Steinmarder
wurde Freitag Vormittag eindeutig das Gift Carbofuran als
Todesursache nachgewiesen. Zu einem ebenfalls tot gefundenen Bussard
liegt noch kein toxolgischer Befund vor. Die Organisationen kündigten
weitere Stichproben in den "Giftregionen" an.

Der tote Steinmarder war von Mitarbeitern der Vier Pfoten im
Laaer Becken/nördliches Weinviertel gefunden worden - in
unmittelbarer Nähe der Fundstelle des vor 10 Tagen ebenfalls
vergifteten Seeadlers. Unter dem Motto "Den Giftlegern auf der Spur"
hatten WWF, Vier Pfoten und die NÖ Berg- und Naturwacht in einer
großangelegten Aktion jene Gebiete an Donau, March und Thaya
durchkämmt, in denen in der Vergangenheit besonders häufig Gift-Opfer
bzw. illegal ausgelegte Carbofuran-Köder gefunden worden waren. WWF-
Aktionsleiter Ulrich Eichelmann: "Zahlreiche frische Autospuren im
Schnee deuten darauf hin, dass die Giftleger vorgewarnt waren und
ihre Köder rechtzeitig entfernt haben - der tote Marder beweist aber,
dass nach wie vor Giftköder ausgelegt sind". Insgesamt bilanzieren
die Natur- und Tierschützer die Aktion als erfolgreich. "Die
Giftleger wissen jetzt, dass wir ihnen auf die Finger schauen und das
auch weiterhin tun werden", kündigt Eichelmann weitere Stichproben
an. Die erste davon lauft derzeit, Freitag vormittag. WWF und Vier
Pfoten appellieren an die Bevölkerung, Hunde in Raum Marchfeld
keinesfalls von der Leine zu lassen, den Fund toter Tiere oder
Giftköder (erkennbar an violetter Färbung) an die WWF Gifthotline
0676/444 66 12 zu melden und Giftköder keinesfalls zu berühren.

Jäger rettet verletzten Seeadler Ebenfalls am Mittwoch hat ein
Jäger im nördlichen Weinviertel einen Seeadler mit gebrochenem Flügel
gefunden und an den Verein Eulen- und Greif-vogelschutz übergeben.
Das verletzte Tier wurde am Donnerstag operiert, es geht ihm den
Umständen entsprechend gut- "Der Jäger hat vorbildlich gehandelt, der
Seeadler kann mit größter Wahrscheinlichkeit bald wieder in die
Freiheit entlassen werden", lobt Eichelmann.

Rückfragehinweis: WWF Österreich

Monika Mörth, Tel. 0676/325 19 38
Ulrich Eichelmann, Tel 0676/444 66 12
Vier Pfoten, Robert Hanke, Tel. 895 02 02/31

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