Schon wieder Gift! Naturschützer fanden vergifteten Marder

Wien (OTS) - Den Giftlegern auf der Spur waren am vergangenen Mittwoch Natur- und Tierschützer von WWF, Vier Pfoten und der NÖ Berg- und Naturwacht. Bei einem dabei gefundenen toten Steinmarder wurde Freitag Vormittag eindeutig das Gift Carbofuran als Todesursache nachgewiesen. Zu einem ebenfalls tot gefundenen Bussard liegt noch kein toxolgischer Befund vor. Die Organisationen kündigten weitere Stichproben in den "Giftregionen" an.

Der tote Steinmarder war von Mitarbeitern der Vier Pfoten im Laaer Becken/nördliches Weinviertel gefunden worden - in unmittelbarer Nähe der Fundstelle des vor 10 Tagen ebenfalls vergifteten Seeadlers. Unter dem Motto "Den Giftlegern auf der Spur" hatten WWF, Vier Pfoten und die NÖ Berg- und Naturwacht in einer großangelegten Aktion jene Gebiete an Donau, March und Thaya durchkämmt, in denen in der Vergangenheit besonders häufig Gift-Opfer bzw. illegal ausgelegte Carbofuran-Köder gefunden worden waren. WWF-Aktionsleiter Ulrich Eichelmann: "Zahlreiche frische Autospuren im Schnee deuten darauf hin, dass die Giftleger vorgewarnt waren und ihre Köder rechtzeitig entfernt haben - der tote Marder beweist aber, dass nach wie vor Giftköder ausgelegt sind". Insgesamt bilanzieren die Natur- und Tierschützer die Aktion als erfolgreich. "Die Giftleger wissen jetzt, dass wir ihnen auf die Finger schauen und das auch weiterhin tun werden", kündigt Eichelmann weitere Stichproben an. Die erste davon lauft derzeit, Freitag vormittag. WWF und Vier Pfoten appellieren an die Bevölkerung, Hunde in Raum Marchfeld keinesfalls von der Leine zu lassen, den Fund toter Tiere oder Giftköder (erkennbar an violetter Färbung) an die WWF Gifthotline 0676/444 66 12 zu melden und Giftköder keinesfalls zu berühren.

Jäger rettet verletzten Seeadler Ebenfalls am Mittwoch hat ein Jäger im nördlichen Weinviertel einen Seeadler mit gebrochenem Flügel gefunden und an den Verein Eulen- und Greif-vogelschutz übergeben. Das verletzte Tier wurde am Donnerstag operiert, es geht ihm den Umständen entsprechend gut- "Der Jäger hat vorbildlich gehandelt, der Seeadler kann mit größter Wahrscheinlichkeit bald wieder in die Freiheit entlassen werden", lobt Eichelmann.

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