"Gemeinsam zu neuen Perspektiven"

Neuorientierung der NÖ Jugendwohlfahrt

St.Pölten (NLK) - Die Jugendwohlfahrt unterliegt, wie die Gesellschaft selbst, einem steten Wandel, es werden ständig neue Anforderungen an sie gestellt. Im Frühjahr 1999 haben daher Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landeshauptmannstellvertreter Hannes Bauer den Auftrag gegeben, ein neues NÖ Jugendwohlfahrtkonzept zu erarbeiten. Seither ist ein Projektteam im Zusammenwirken mit der Wissenschaft an der Arbeit, die erste Phase des Projektes "JUPRO Niederösterreich" ist voll im Laufen. Ziel ist die Neuorientierung und Verbesserung des gesamten Angebotes und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen und der privaten Jugendwohlfahrt. Unter dem Titel "Gemeinsam zu neuen Perspektiven" findet heute im NÖ Landhaus eine ganztägige Enquete statt, Veranstalter sind die NÖ Landesakademie und die Abteilung Jugendwohlfahrt des Amtes der NÖ Landesregierung.

Für die Umsetzung von Ideen, Vorschlägen und Projekten in der Jugendwohlfahrt brauche es vor allem engagierte Menschen, die um die Anliegen und Bedürfnisse der Jugendlichen Bescheid wissen, ist Landeshauptmannstellvertreter Dr. Hannes Bauer überzeugt. Jugendwohlfahrt müsse heute außerdem aus gesamtgesellschaftlicher Sicht gesehen werden und habe alle Bereiche und Problemfelder von Jugendlichen zu berücksichtigen. Bauer: "Ziel ist es, die Jugendlichen zu unterstützen, selbständig zu werden, das Leben selbst zu bewältigen." Eine wichtige Funktion hätten in diesem Zusammenhang auch die Landesjugendheime, die jedoch nicht als Drohung gesehen werden dürfen, sondern die Jugendlichen vor ihrem bisherigen, oft problematischen Lebensumfeld schützen sollen. Landeshauptmannstellvertretern Liese Prokop bezeichnete die Einbindung der Wissenschaft und die Nutzung von Erfahrungen im gesamteuropäischen Kontext, eine fundierte Ist- und Bestandsanalyse über das vorhandene Betreuungsangebot und vor allem die Vernetzung aller Bemühungen, Ressourcen und Angebote im Bereich der Jugend- und Familienpolitik als wichtige Faktoren des Projektes. Gesunde Familien seien die beste vorbeugende Jugendpolitik, wobei es besonders wichtig sei, die Jugendarbeit in den Gemeinden zu forcieren. Niederösterreich sei bereits das Familienbundesland Nummer eins.

In der ersten Projektphase wird untersucht, welche Zusammenhänge zwischen familiären Problemen und sozialen Gegebenheiten bestehen bzw. welche Angebote und welche Versorgungsmängel vorhanden sind. Die umfassenden Erhebungen und Analysen werden gemeinsam mit der Universität Wien durchgeführt. Ergebnisse werden in rund einem Jahr erwartet. Von dort aus werden dann neue Angebote und Umschichtungen überlegt.

Langfristiges Ziel der Studie ist, Familien, Kindern und Jugendlichen rechtzeitig differenzierte Hilfe anzubieten, damit weitergehende Schäden von Kindern möglichst vermieden werden. Auch soll erreicht werden, dass die Kinder so lang wie möglich in ihren Familien bleiben können und so kurz wie möglich zum Beispiel in Heimen untergebracht werden müssen. Auch soll die Stabilisierung der Familien unterstützt werden, damit die Kinder rasch wieder nach Hause zurückkehren können. Zudem soll die Zusammenarbeit von öffentlicher und privater Jugendwohlfahrt weiter aufeinander abgestimmt werden, um den Familien effektive Unterstützung anzubieten.

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