"Neues Volksblatt" Kommentar: "Demagogen" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 28. Jänner 2000

Linz (OTS) - Seit Jahren kämpfen Österreichs Sozialdemokraten gegen Jörg Haider, den sie einen Rechtspopulisten und gefährlichen Demagogen nennen und dessen FPÖ deshalb vom Regieren fernzuhalten sei. Die FPÖ ist noch gar nicht in der Regierung, schon sind die Sozis drauf und dran, ihre Rolle zu übernehmen; nur halt nicht die der Rechts-, sondern die der Linkspopulisten.

Beides hilft Österreich nicht weiter.
Ein Musterbeispiel für Demagogie und Populismus lieferte gestern der Vorsitzende der Konzernvertretung der VA Stahl, Erhard Koppler. Unter der Überschrift "2 Tage verhandelt - schon sind tausende Arbeitsplätze in Gefahr" schreibt der Obergewerkschafter in einer Aussendung: die Regierungsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, schon beginnt die Demontage der Arbeitsplätze in der ehemaligen Verstaatlichten und im öffentlichen Dienst." Wenn jemand in der Verstaatlichten Arbeitsplätze auf dem Gewissen hat, dann die Sozialisten unter der Führung von Bruno Kreisky durch ihre Reformverweigerung. Und nach der Konsum-Pleite braucht man als Sozialist und Gewerkschafter schon eine gehörige Portion Demagogie und Vertrauen in die Vergesslichkeit der Bürger, um anderen die Gefährdung von Arbeitsplätzen vorzuwerfen. Wer im Glashaus sitzt ...!

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