Motz: EVN-Strompreissenkung ist erster Schritt - weitere werden folgen müssen

VPNÖ und FPNÖ wollen den Erfolg jeder für sich beanspruchen

St. Pölten, (SPI) - "Durch den Entschluss der EVN, den Strompreis zu senken, ist genau das eingetreten, was wir Sozialdemokraten schon seit Monaten vehement gefordert haben. Konkret haben wir Sozialdemokraten im Juni 1999 einen entsprechenden Resolutionsantrag eingebracht, der zur Folge hatte, dass ein offenbar bis dahin tabuisiertes Thema aufgegriffen und dann erst ernsthaft behandelt worden ist. Nun können private Haushalte und Gewerbetreibende ebenfalls von der durch die Strommarktliberalisierung eingetretenen Reduktion des Strompreises profitieren. Dieses Vorgehen seitens der EVN war höchst notwendig, nachdem das Unternehmen bereits 80 % seines Fremdstrombezuges am internationalen Markt einkauft. Dadurch hat die EVN natürlich zu niedrigen Preisen einkaufen können", so der Wirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Wolfgang Motz, im Rahmen der gestrigen Aktuellen Stunde im NÖ Landtag.****

"Interessent allerdings ist es, dass jetzt sowohl die VP-NÖ als auch die FP-NÖ den Erfolg für sich alleine verbuchen wollen. Während die FP in gewohnter populistischer Art, die Strompreissenkung in Bierkrügen mißt, zeigt uns die VP ganz deutlich, dass sie die EVN nicht als selbständiges Unternehmen akzeptiert, sondern viel mehr als Spielball ihrer politischen Profilierung benützt. Im Bereich der Energiewirtschaft ist nicht Taktieren, wie man sich am besten mit fremden Federn schmückt, gefragt, sondern schlicht und einfach eine seriöse Sachpolitik", so der Korneuburger Abgeordnete weiter.

Doch noch weitere Sachverhalte müssen raschest geklärt werden. Die EVN bietet derzeit einen sogenannten "Kombi-Bonus" für Kunden an, die sowohl das Gas als auch den Strom von ihnen beziehen. Obwohl EVN und Wienstrom zwei eng miteinander kooperierende Unternehmen sind, würden Hunderttausende Haushalte im Wiener Umland, die das Gas von der EVN und den Strom von Wienstrom beziehen, bezüglich dieser finanziellen Erleichterungen völlig durch durch den Rost fallen. Deshalb müssen die unterschiedlichen Tarifsysteme seitens der EVN und Wienstrom rasch eliminiert werden.

"Weiters dürfen nicht nur Industrieunternehmen und Großabnehmer, sondern es sollten auch kommunale Stadtwerke, Wohnungsgenossenschaften oder Zusammenschlüsse von einzelnen Gemeinden in den Genuss der Vorteile als "Bündelkunden" kommen können. Der so erzielte Preisvorteil kann dann direkt an die Haushalte weitergegeben werden. Spätestens im August des Jahres 2001 muss eine weitere spürbare Strompreissenkung stattfinden, da die EVN ab diesem Zeitpunkt ihren Stromeinkauf zu 100 Prozent am freien Markt tätigt. Wie man sieht, gibt es in der Strompreispolitik noch sehr viele Möglichkeiten, in diesem Land etwas ohne Populismus weiterzubringen. Die Sozialdemokratische Partei wird dabei immer der Anwalt der privaten Haushalte und Gewerbetreibenden sein", so LAbg. Mag. Motz abschließend.
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