ÖGB zu Abfertigung: Brauchen moderne ArbeitnehmerInnenrechte

ÖGB fordert Gesetzesänderung

Wien (ÖGB). ”Der ÖGB war nie der Meinung, dass nach geltendem Recht Abfertigung bei Selbstkündigung zusteht, betonte heute ÖGB-Sozialexperte Bernahard Achitz. Gerade deshalb sei eine Gesetzesänderung notwendig, die eine Abfertigung bei Selbstkündigung gewährleistet. Dieser Kurs des ÖGB wurde durch den EUGH bestätigt. Der ÖGB fordert daher ein modernes Abfertigungsrecht, das den realen Gegebenheiten am Arbeitsmarkt gerecht wird.++++

Die von Arbeitgeberseite immer öfter gewünschte Flexibilität der ArbeitnehmerInnen, dürfe nicht mit dem Verlust der Abfertigung bestraft werden. ”Ein modernes Abfertigungsrecht muss daher die Ansprüche auch bei Selbstkündigung sichern, so Achitz.

Man könne nicht einerseits verstärkt Mobilität der Beschäftigten fordern, sie aber bei tatsächlichen Berufswechsel bestrafen, unterstrich Achitz weiter.
Ein modernes Abfertigungsrecht müsse diesen Gegebenheiten gerecht werden.

Achitz: ”80 Prozent der aufgelösten Dienstverhältnisse dauern nicht einmal drei Jahre und damit geht auch das Recht auf Abfertigung verloren. Daher ist es auch im Interesse dieser Beschäftigten möglichst rasch ein modernes Abfertigungsrecht bei Selbstkündigung zu realisieren.” (bfm)

ÖGB, 27. Jänner 2000 Nr. 42

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