Großer Anklang der Wiener Vorlesungsreihe 2000

Wien, (OTS) Großen Anklang findet derzeit eine Veranstaltungsreihe, die im Rahmen des "Urban Fellowships der
Stadt Wien" und der Wiener Vorlesungen, im Wiener Rathaus stattfindet und auf eine Initiative von Prof. Hubert-Christian
Ehalt (MA 18 - Geschäftsgruppe Planung und Zukunft) zurückgeht. Auch Mittwoch Abend, bei einer Veranstaltung mit Prof. John Borneman, wurde in den Wappensälen des Rathauses übergroßes Publikumsinteresse verzeichnet.

Prof. Dr. John Borneman sprach über "die abwesende Gegenwart Berlins: Über den Zusammenhang von Hauptstadt und symbolischer Geographie". Die Vorlesung behandelte Fragen der Identität Deutschlands und Berlins als der neuen Hauptstadt nach der Wende. Borneman vertrat u.a. die These, dass die Wende einen großen Freiraum für bauliche, architektonische und soziale Gestaltung und für Neuinterpretationen der Identität geschaffen habe. In der anschließenden Diskussion, die der Ordinarius für Zeitgeschichte, Prof. Gerhard Botz, leitete, wurden Gemeinsamkeiten mit und Unterschiede zu Wien herausgearbeitet.

Aufgabe des 1998 ins Leben gerufenen "Urban Fellowships" ist es, wichtige Aspekte aus der Arbeit nationaler und internationaler Stadtforscher in die Wiener intellektuelle Kultur einzuschleusen.
Es geht darum, Impulse für eine Reflexion der Stadtkultur und des Stadtlebens in einem transdisziplinären Raum zu geben, renommierte Persönlichkeiten des wissenschaftlichen Lebens einzuladen, die
ihre Forschungen in Wien einige Monate weiterführen und einer großen Stadtöffentlichkeit und einer kleinen Fachöffentlichkeit vermitteln.

Prof. John Borneman ist nach Prof. Rolf Lindner der zweite Urban-Fellow. Prof. Borneman hat seit 1986 Berlin unter sein sozialanthropologisches Mikroskop genommen, er zählt zu den renommiertesten Sozialanthropologen der USA. Borneman beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit modernen Formen von Stadt- und Metropolenkultur vor allem in Mittel- und Osteuropa. Der Sozial-Anthropologe hat die Wende miterlebt und die Veränderungen Berlins nach der Wende beobachtet und analysiert. Von ihm liegen dazu eine Reihe von Publikationen in Cambridge University Press und New York Basic Books vor. Zu den Besonderheiten seines Forschungsansatzes gehört ein hohes Maß an Interdisziplinarität, die ihn befähigt, historische, politikwissenschaftliche, ethnographische und psychoanalytische Forschungsansätze zusammenzuführen. (Schluss) lei

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