NÖ Winterdienst für den Ernstfall gerüstet

Diesjähriger Winter brachte bereits einige Großeinsätze

St.Pölten (NLK) - Glatteis, Schnee bis in die Niederungen und dazu Schneeverwehungen; der diesjährige Winter hatte bereits einige Wetterkapriolen zu bieten, die nicht nur den Autofahrern, sondern auch dem Winterdienst einiges abverlangten. Eine Zwischenbilanz des NÖ Winterdienstes zeigt, dass die Anzahl der Räum- und Streueinsätze und die damit verbundenen Kosten bis Jahresende mit 155 Millionen Schilling etwa in der Größenordnung des Winters 1998/99 lagen. Bis Jahresende wurden rund 16.000 Tonnen Salz und 48.000 Tonnen Splitt gestreut. Im Vergleich dazu: Im vergangenen Winter lag der Verbrauch bei insgesamt 68.000 Tonnen Salz und 303.000 Tonnen Splitt.

Die ersten Schneefälle in diesem Winter gab es am 8. November 1999 im Raum Scheibbs und Lilienfeld. Erstmals richtig gefordert wurde der Winterdienst jedoch am 28. und 29. Dezember, als beispielsweise im Bereich der A 21 Außenringautobahn, die aufgrund ihrer exponierten Lage und des hohen Verkehrsaufkommens vor allem im Winter den Schwerfahrzeugen große Probleme bereitet, nahezu ein halber Meter Neuschnee fiel. Auch im Jänner dieses Jahres waren bereits landesweit zahlreiche Räum- und Streueinsätze notwendig. Am 21. Jänner beispielsweise führten orkanartige Stürme in weiten Teilen des Landes, insbesondere im Waldviertel, teils zu meterhohen Schneeverwehungen. Für den Jänner liegen derzeit jedoch noch keine konkreten Zahlen vor.

Insgesamt schlugen sich die Kosten für die Räum- und Streueinsätze im Vorjahr mit 689 Millionen Schilling zu Buche, um fast 250 Millionen Schilling mehr als im Winter 1997/98. Zurückgeführt wird dies vor allem auf die starken Schneefälle und Schneeverwehungen im Februar 1999, die auch in den Niederungen für tief winterliche Verhältnisse sorgten.

Der NÖ Straßendienst ist auf jeden Fall für den Ernstfall gerüstet. Für die Betreuung des rund 14.000 Kilometer langen Straßennetzes stehen 400 eigene Fahrzeuge der 64 NÖ Straßenmeistereien und etwa 300 von privaten Fuhrwerksunternehmen angemietete Fahrzeuge zur Verfügung. An Spitzentagen sind bis zu 1.500 Mann bei Bedarf rund um die Uhr im Einsatz. Wichtig ist dabei auch der Informationsfluss. Zweimal täglich werden vom Meteorologischen Dienst Informationen über das zu erwartende Wetter übermittelt. An besonders neuralgischen Stellen wurden 38 Glatteiswarngeräte installiert. Zusätzlich liefern 9 Videoüberwachungsanlagen bewegte Bilder vom Straßenzustand direkt an die örtlichen Straßenmeistereien.
Bewährt haben sich auch die Verbesserungen auf der Wiener Außenringautobahn. Im Vorjahr wurden rund zehn Millionen Schilling investiert, um die A 21 winterfest zu machen. Dazu gehören neben Betriebsumkehren, neuen Salzsilos und Verkürzung der Umlaufzeiten der Räum- und Streueinsätze vor allem neue Wechselverkehrszeichen. Diese Verkehrszeichen, auf denen verschiedene Signale (Kettenpflicht, Fahrverbot, Richtungsweisungen etc.) einstellbar sind, können im Bedarfsfall von der Straßenmeisterei Alland aus bedient werden. Zusätzlich wurden jetzt auch in Brunn am Gebirge, Vösendorf und Alland derartige Signalgeber installiert, die per Mouse-Klick auf die Verkehrssituation einstellbar sind. Für den Ernstfall wird - wie bereits im letzten Winter - bei Bedarf auch ein Krisenstab aktiviert, dem Vertreter aller Einsatzorganisationen angehören.

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