Pharmig: Politische Ausrichtung des Gesundheitswesens endlich festlegen!

Wien (OTS) - In einer ersten Reaktion anlässlich der Präsentation der neuen Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts an der Wirtschaftsuniversität Wien (IWI) zur Entwicklung des Arzneimittelsektors, die heute, Donnerstag, in Wien vorgestellt wurde, forderte der Präsident der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, Dr. Ulrich H. Bode, die Politiker auf, endlich langfristige Lösungen für den Gesundheitssektor zu präsentieren. Bode: "Die Studie zeigt deutlich, dass Österreich in Sachen Versorgung der Bevölkerung mit innovativen Arzneimitteln dabei ist, europareif zu werden. Das ist nicht nur im Interesse aller PatientInnen, sondern auch des Gesundheitswesens und der Volkswirtschaft. Dieser Zug fährt endlich in die richtige Richtung."

Zwt.: Absage an "kurzfristige und kopflose Einsparungs-Konzepte"

Bode erteilte sämtlichen kurzfristigen und kopflosen Einsparungs-Konzepten im Bereich von Arzneimitteln eine klare Absage:
"Österreich ist in keinem der wesentlichen Indikatoren über dem europäischen Schnitt angesiedelt. Wir erleben hier lediglich eine Entwicklung, die andere Länder schon längst hinter sich haben." In diesem Zusammenhang plädierte Bode im Sinne von langfristigen und kreativen Lösungen neuerlich für die Schaffung eines Integrierten Gesundheitssystems, in dem alle einzelnen Bereiche sinnvoll vernetzt sein sollten, um im Sinne der Bürger effizient und ökonomisch arbeiten zu können.

Zwt: Qualität und Ökonomie sind kein Widerspruch

Der Pharmig-Präsident bekannte sich zu einem "vernünftigen Umgang mit Arzneimitteln" auf allen Ebenen des Gesundheitswesens. Ein erfolgreicher Ansatz dazu sei die Initiative Arznei & Vernunft, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Pharmawirtschaft und Sozialversicherung. "Hier wird der Beweis erbracht, dass es gelingt, gerade durch die Verordnung von neuen - und damit klarerweise auch teureren - Arzneimitteln nicht nur die Versorgungsqualität zu steigern, sondern auch wirtschaftlicher zu verordnen", so Bode.

Zwt.: Warum sollten es die Österreicher schlechter haben als andere Europäer?

Österreich sollte die positive Entwicklung in der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, wie die Studie es ja deutlich ausweist, keinesfalls verlassen, meinte Dr. Ulrich H. Bode. Damit würde es zu einer Abkoppelung von Europa kommen, die medizinische Versorgungslage würde sich drastisch verschlechtern. Immens wichtig sei es auch, die Pharmaforschung als Rückgrat der Arzneimittelversorgung zu stärken. "Zwingt man die Arzneimittelhersteller durch ein zu geringes Preisniveau in die Knie, ist Forschung auf Dauer nicht mehr leistbar. Und damit läge jeglicher Fortschritt in der Arzneimittelversorgung brach. Auch in Österreich sollte man daher endlich den hohen Wert von Arzneimitteln anerkennen und danach handeln. Denn warum sollten die Österreicher langfristig schlechtere Gesundheitschancen haben als andere Europäer?"

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