Marboe über Lohners Vertrag - Bronner & Ott sollen den Rabenhof übernehmen

Vorausmeldung NEWS vom 4/00 vom 27.1.00

Wien (OTS) - Ein Betreiberkonsortium unter Gerhard Bronner und Elfriede Ott soll die "Josefstadt"-Dependance im Wiener Rabenhof übernehmen. Das berichtet das Wochenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Laut Kulturstadtrat Marboe hat das Projekt seine Unterstützung.

Bronner erläutert in NEWS das Konzept:
- Er will keine Subvention: "Wir wollen spielen, was die Leute interessiert, und uns so erhalten."
- Texte und Stücke für den Rabenhof sollten von Autoren wie Peter Orthofer und Rupert Henning ausschließlich neu geschrieben werden.
- Auf der Bühne sollen junge Talente stehen, die Bronner zu Stars machen will. "Stars engagieren kann jeder Trottel."
- Allerdings wäre auf Wunsch auch das Betreiber-Duo zur Mitwirkung bereit.

Die Rabenhof-Ausgliederung (das Haus soll von der "Josefstadt" weiteradministriert werden) brächte pro Jahr 10 Millionen Einsparung und ist Teil der von Marboe geforderten Budgetsanierung. Es geht um 64,8 Millionen Schulden, die innerhalb der nächsten fünf Jahre getilgt werden müssen. Marboe in NEWS zu Meldungen, die Vertragsverlängerung von Direktor Lohner ab 2002 sei schon fix: "Das trifft nicht zu. Derzeit kann man bei aller Wertschätzung, nur sagen, daß es Gespräche geben wird. In einem künftigen Direktorenvertrag muß der Schuldenabbau verbindlich festgeschrieben, voll akzeptiert und mitgetragen werden. Ich bin keineswegs bereit, Spekulationen die Tür zu öffnen. Erhöhungen oder Nachzahlungen gibt es nicht. Die Schulden müssen binnen fünf Jahren weg, ohne daß Qualität und künstlerische Integrität in Frage gestellt werden." Und: "es muß auch mit den Betriebsräten geredet werden, ob sie Einsparungsvorschläge im Personalbereich akzeptieren. Es ist fünf nach zwölf und die Situation ernst."

Lohner selbst will laut NEWS die verbleibenden Schulden nach der Rabenhof-Ausgliederung durch Einsparungen von Gästen abbauen. "Ich denke nicht an Personalabbau oder Teilauflösung des Ensembles nach moderner Sanierungsgepflogenheit. Ich mache mir nicht die Hände blutig."

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