Weiteres EURO-FIT Projekt beschlossen

13 Millionen Schilling für Brennerei-Ausbau Starrein

St.Pölten (NLK) - Im Zuge der gestrigen Regierungssitzung wurden u.a. auch knapp 13 Millionen Schilling Regionalförderung für ein weiteres EURO-FIT Projekt, den Ausbau der Brennerei Starrein, genehmigt. Mit Gesamtkosten von 34,577 Millionen Schilling soll bis Sommer 2000 an der Landwirtschaftlichen Brennerei Starrein und Umgebung im Bezirk Horn ein Investitionsprogramm zur Kapazitätsausweitung und Kostenminimierung abgeschlossen werden. Die Einbindung von EU-Kofinanzierungsmitteln ist nicht vorgesehen.

Die landwirtschaftliche Brennerei der 1951 gegründeten und nunmehr 104 Mitglieder umfassenden Genossenschaft Starrein ist heute neben einem Wiener Unternehmen der letzte österreichische Alkoholproduktionsbetrieb. Angesichts des auslaufenden Branntweinmonopols mit Ende 2000 und des durch ein Strukturkonzept mit jährlich degressiven Fördermitteln aus dem Bundesbudget begleiteten Marktanpassungsprozesses wurden von der Genossenschaft bereits in den letzten Jahren laufend Investitionen zur Kapazitätsausweitung und Kostenminimierung durchgeführt.

Die Marktstrukturanpassung erfolgt auch vor dem Hintergrund, dass den ursprünglich produzierten 1.000 Hektolitern derzeit rund 70.000 Hektoliter Alkohol gegenüberstehen, während der Preis des staatlichen Monopols etwa von 21,7 Schilling im Jahr 1970 auf 8,1 Schilling gesenkt wurde. Die Erhaltung einer österreichischen Alkoholproduktion ist neben der heimischen Spirituosenwirtschaft auch für die übrigen alkoholverarbeitenden Sektoren im Lebensmittelbereich wie Essig- und Senferzeugung, Essenzenproduktion und Süßweinherstellung von zentraler Bedeutung.

Im Rahmen des nunmehrigen, bereits begonnenen und mit 12,9 Millionen Schilling Regionalisierungsmitteln geförderten Investitionsprogrammes soll die Produktion nun dahingehend verändert werden, dass nicht mehr der ungereinigte Rohalkohol an das Monopol verkauft wird, sondern dieser Rohalkohol von Bestandteilen des Vor-und Nachlaufes zu neutralem Alkohol für die Getränkeindustrie weiterverarbeitet wird. Die dafür nötige Rektifizierungsanlage besteht aus fünf Destillierkolonnen, wobei Investitionen in bauliche Maßnahmen, Maschinen, Anlagen etc. notwendig sind. Die Rektifizierungsanlage führt gegenüber der bisherigen Lösung auch zu einer wesentlichen Minimierung des Energie- und Transportaufwandes.

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