Energie aus Korn für Landwirtschaftliche Fachschule Tulln

Blochberger: Neben Argar- auch Energie Know-how vermitteln

St.Pölten (NLK) - In Niederösterreich gebe es EU-verordnet 60.000 Hektar Brachflächen, würden auf diesen Energiepflanzen angebaut und verwertet, könnten 100.000 Haushalte mit Energie versorgt werden. In Österreich insgesamt könnten rund 35.000 Dauerarbeitsplätze mit Bioenergie geschaffen werden. Diese Zahlen stellte heute Agrar-Landesrat Franz Blochberger in Tulln an den Beginn der Präsentation des Pilotprojektes "Energie aus Korn für die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln und die Bezirksbauernkammer".

Ab Herbst 2000 sollen diese beiden Gebäude nach Gründung einer bäuerlichen Projektträgerorganisation und Installierung einer Kesselanlage um 1,5 Millionen Schilling in Zusammenarbeit mit der Agrar Plus mit Energie aus Rohstoffpflanzen wie Gerste, Triticale etc. versorgt werden. Die Leistung der Kesselanlage liegt bei 300 kW, die Wärmeproduktion bei 440 MWh und der Brennstoffbedarf bei 115 Tonnen Energiekorn. Gegenüber den derzeit in den niederösterreichischen landwirtschaftlichen Fachschulen jährlich für die Energieversorgung ausgegebenen 20 Millionen Schilling setzt Blochberger bei diesem Pilotprojekt auf eine Reduzierung der Umweltbelastung, die aktive Unterstützung für das Klimabündnis, den Einsatz erneuerbarer gegenüber fossilen Energieträgern ein zusätzliches Einkommen für die Bauern und damit den Verbleib der Wertschöpfung in der Region.

Die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln soll zudem Schwerpunkt-Schule für den Bauern als Energielieferant und damit "Energiewirt" werden. Hier sollen die Erfahrungen aus dem Einsatz weiterer nachwachsender Rohstoffe wie Biomasse, Biogas, Ölpflanzen und Rebschnitt aus den Landwirtschaftlichen Fachschulen Hohenlehen, Gießhübl, Edelhof, Mistelbach und Gumpoldskirchen vernetzt werden.

Für Landtagsabgeordneten Rudolf Friewald, Proponent der bäuerlichen Projektträgerorganisation in Tulln, stellt das Tullner Projekt ein Modell für die Selbst-Wärme- und spätere Energieversorgung im ländlichen Bereich dar. Ohne große Investitionen ließe sich mit einem Hektar agrarischer Energieträger ein Bauernhaus mit Wärme versorgen. Der Ausbau erneuerbarer Energien in ganz Niederösterreich beinhaltet heuer weitere 10 bis 15 in Betrieb gehende Biomassefernwärmeanlagen. Derzeit gibt es 128 Biomassefernheizwerke in Niederösterreich, in die 1,8 Milliarden Schilling investiert wurden.

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