Jeder Österreicher verbraucht täglich 145 Liter Wasser

Wasserversorger tagen in der Wirtschaftskammer Österreich - 200 Experten erörtern aktuelle Fragen der Wasserversorgung

Wien(PWK) Das traditionelle, vom Verband Gas & Wasser (ÖVGW) organisierte 2-Tagessymposium "Wasserversorgung" findet noch bis zum 27. Jänner in der Wirtschaftskammer Österreich statt. 200 Experten der österreichischen Trinkwasserwirtschaft erörtern eingehend akuelle Fragen der Wasserversorgung. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stehen diesmal rechtlich-politische, technische und Fragen der Zertifizierung sowie eine Standortbestimmung der Öffentlichkeitsarbeit im Wasserbereich. Da jeder Österreicher durchschnittlich 145 Liter Wasser pro Tag verbraucht, wird auch über die Frage diskutiert, wie das Bewusstsein der Öffentlichkeit im Umgang mit dem kostbaren Nass gefördert werden kann.

Der technische Teil beschäftigt sich ausführlich mit Qualitätsmanagement im Bauwesen, dem Stand der Qualitätssicherung bei grabenarmen Bauverfahren sowie dem Nutzen der Zertifizierung für die Auftraggeber.
Diplomingenieur Robert Köck, Geschäftsführer des Verbandes Gas Wasser führt zum Thema Zertifizierung aus: "Unser Verband darf feststellen, ob Produkte, Personen und in Zukunft auch Unternehmen den jeweiligen Prüf- oder Qualitätsrichtlinien entsprechen. Der Verband haftet dafür, dass die Aussagen des Zertifikates den jeweils geltenden Normen und Prüfrichtlinien entsprechen. Als akkreditierter Zertifizierer hat der Verband Gas & Wasser auch eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, um für eventuelle Schäden aus dem Titel der falschen oder fehlerhaften Zertifizierung die Betroffenen schadlos halten zu können". Köck betont weiters die Wichtigkeit der Zertifizierung: "Der Verantwortliche eines Unternehmens kann sich vor dem Gesetz darauf berufen, die Eignung von Produkten oder Personen bzw. Unternehmen hinreichend geprüft zu haben, wenn ihm ein gültiges Zertifikat bzw. eine Qualitätsmarke vorgelegt wurde. Durch den Einbau von geprüften Materialen durch zertifiziertes Personal und Firmen und kann dem Verantwortlichen eines Unternehmens Sicherheit geboten werden".

Susanne Brandstetter vom BM für Land- und Forstwirtschaft widmet ihr Referat der Öffentlichkeitsarbeit im Wasserbereich. Da Wasser ein topaktuelles Umweltthema ist, habe die öffentliche Wasserwirtschaft die Chance aber auch die Herausforderung, sich im Umfeld quicklebendiger Akteure zu positionieren, anzutreiben, zu filtern und sich als Katalysator für fachlich fundierte Aussagen zu profilieren. Die Sektion Wasserwirtschaft des BM werde in Zusammenarbeit mit dem Verband Gas Wasser ihren Beitrag durch die Herausgabe von Informationsbroschüren, im Engagement für innovativen Wasserprojekte und in der Unterstützung von Aktivitäten leisten, die ein Wasserbewusstsein in der Bevölkerung fordern und fördern. Dem Bildungs- und Schulbereich komme dabei eine besondere Bedeutung zu.

Weitere Referate beschäftigen sich mit den Auswirkungen von EU-Zielsetzungen auf die österreichische Wasserversorgung sowie mit der Umsetzbarkeit des EU-Regelwerkes in Österreich. Der Präsident des Verbandes Gas/Wasser, Herwig Herbert, dazu: "Die Deregulierung, Aufhebung der Gebietsmonopole, Marktöffnung und der Wettbewerb auf dem Weg in ein liberalisiertes Europa richtet sich teilweise gegen die kommunale Wirtschaft, demnach auch gegen die kommunale Wasserversorgung, die zu den Kernaufgaben der Daseinsvorsorge zählt. Noch sind Einrichtungen der Daseinsvorsorge wesentlicher Bestandsteil der sozialen Marktwirtschaft, die vorerst - aus technischen Gründen, aber auch wegen fehlender Substitute - aus der regulierenden, öffentlichen Hand noch nicht entlassen werden können."

Nahezu 190 Wasserwerke sind Mitglieder des Verbandes Gas & Wasser (ÖVGW, Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach). Sie versorgen etwa 5,35 Millionen Österreicher (65,9 % der Gesamtbevölkerung) mit Trinkwasser. Die gesamte Wasserförderung Österreichs lag 1997 hochgerechnet bei ca. 725 Millionen m³. (MH)

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