Ederer: Gewerbehof-Initiative bringt neuen Schwung

Pilotprojekt des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds

Wien, (OTS) "Die Wiener Gewerbehof-Initiative, ein
Pilotprojekt des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds, bringt neuen Schwung für den Wirtschaftsstandort Wien", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer anlässlich der gemeinsam mit WK-Wien Präsidenten KR Walter Nettig und GR DI Dr. Herlinde Rothauer durchgeführten Präsentation dieser WWFF-Initiative. Durch diese Initiative wird den Betreibern künftiger Wiener Gewerbehöfe die Möglichkeit gegeben, den Mietern gewerbehof-spezifische Dienstleistungen unentgeltlich bzw. zum Selbstkostenpreis anbieten zu können.

Dieses Leistungsangebot enthält vier Module:

Modul 1 beinhaltet die Führung eines zentralen Sekretariates mit Rezeptionsservice. Das heißt, im Gewerbehof ist ein Besucherempfang vorgesehen, der neben dem Telefonservice z.B. auch Post-, Fax- und Kopiermöglichkeit anbietet.

Modul 2 stellt sicher, dass den Mietern ein gemeinschaftlich nutzbarer Besprechungsraum zur Verfügung gestellt wird,
Modul 3 bezieht sich auf die Telekommunikationsinfrastruktur bzw. bestimmte Telekom-Dienstleistungen. Das kann bedeuten, dass den Mietern etwa eine gemeinsame, gewartete Telefonanlage zur
Verfügung steht oder ein besonders günstiger Internetzugang angeboten wird.

Modul 4 schließlich umfasst ein hauseigenes Management, das
u. a. gewerbehof-spezifisches Marketing betreibt und die angesiedelten Unternehmen individuell betreut (z.B. permanentes Unternehmercoaching vor Ort, Förderungs- und Investitionsberatung, Beratung und Unterstützung bei der Patentsicherung, Unterstützung in Behördenverfahren etc.).****

Für die einzelnen Module werden mit dem Errichter bzw. Betreiber jeweils 3-jährige Miet- bzw. Werkverträge abgeschlossen, die einmalig um weitere drei Jahre verlängert werden können. Im Rahmen dieser Initiative können Verträge bis zum 31. Dezember 2002 abgeschlossen werden, was eine maximale Laufzeit bis 2008
bedeutet. Das maximale Auftragsvolumen pro Modul und Gewerbehof beträgt innerhalb von drei Jahren 2,7 Millionen Schilling.

Ein Gewerbehof ist also eine Einrichtung innerhalb des dichtverbauten Stadtgebietes, die mehreren KMUs erlaubt, in räumlicher Nähe zueinander und unter Nutzung von Synergien und Standort- und Gebäudeeigenschaften zu wirtschaften. Als Voraussetzung, um den Gütesiegel "Wiener Gewerbehof" zu erhalten, müssen den Mietern die oben genannten Module angeboten werden, die vermietbare Fläche muss 1.500 Quadratmeter übersteigen (oder mehr als 10 selbstständige Mieteinheiten aufweisen). Wichtigste Zielgruppen sind Neugründer, kleine und mittlere Unternehmen aus dem In- und Ausland, Unternehmen, die neue oder größere Betriebsflächen benötigen sowie innovative Gewerbebetriebe.

Gewerbehof-Boom in Wien

Neben den bereits bestehenden Gewerbehöfen
"Technologiezentrum Wien S.I.G." in Simmering, dem Gewerbe- und Solarzentrum Wien in Rudolfsheim/Fünfhaus sind noch fünf weitere Gewerbehöfe im Entstehen. Ab September 2000 bietet beispielsweise das Projekt IP.ONE, das neu Impulszentrum in Wien 10 innovativen Unternehmen ein umfangreiches Angebot. IP.ONE wurde von der ERSTEN Immobilien AG finanziert und wird von PRISMA, einem Betreiber von Impulszentren, errichtet und betreut.

Ende 2000 wird der Gewerbehof Pasettistraße - ein adaptiertes Objekt mit rund 3.000 Quadratmetern - zur Verfügung stehen. Die neugebaute Compact City in Floridsdorf mit rund 5.900
Quadratmetern kann im Herbst 2001 bezogen werden. Die Gewerbehöfe Nauseagasse, Lerchenfelder Gürtel und Floridsdorf sind voraussichtlich Ende 2001 vermietbar.

Großes Interesse von Investoren und Betreibern

Die Liste der Kooperationspartner des WWFF (ERSTE Immobilien AG/Prisma, S. I: G: - Simmeringer Innovations- und Gründerzentrum Management GmbH., SEG Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsges.m.b.H., B.A.I. Bauträger Immobilien mbH. und ISTEG, Infrastruktur ErrichtungsgmbH.) beweist das große Interesse privater Investoren und Betreiber an der Wiener Gewerbehof-Initiative. Auch die WWFF-Tochtergesellschaft ISTEG unterstützt diese Initiative. Die ISTEG plant auf der derzeitigen P&R-Anlage Brünner Straße den Gewerbehof Floridsdorf zu errichten und zu betreiben. Auf diesem Standort wird, neben der bereits bestehenden Gewerbezeile Floridsdorf, ein Neubau mit rund 6.000 Quadratmeter Nutzfläche errichtet. Zum Bezugstermin Ende 2001 werden an diesem Standort rund 9.200 Quadratmeter Gewerbeflächen für KMUs sowie ein Großraumbüro für Call-Center zur Verfügung stehen. Die vorläufig geschätzten Projektkosten betragen rund 90 Millionen Schilling,
der Mischmietzins ist mit ca. 90.- S/exkl. Betriebskosten kalkuliert. "Diese Gewerbehof-Initiative bedeutet ein für die Wiener Wirtschaftsstrukturen maßgeschneidertes Innovations- und Modernisierungspaket", schloss Ederer. (Schluss) sto

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