Den Giftlegern auf der Spur! Eine Aktion von WWF, VIER PFOTEN und der NÖ Berg- und Naturwacht

Gänserndorf (OTS) - Heute um 9.45 Uhr starteten 20
Einsatzfahrzeuge in die Hotspot-Giftgebiete, um an der Donau, March und Thaya sowie im Marchfeld und dem nördlichen Weinviertel systematisch nach Gift-Ködern bzw. Opfern zu suchen. Die drei Organisationen sahen sich zu dieser Aktion gezwungen, da die Jägerschaft bisher zu wenig aktive Schritte unternommen hat, die Giftleger aus ihren eigenen Reihen zu stoppen. Denn in den letzten Jahren sind über 100 Tiere in Österreich durch die illegalen Vergiftungen qualvoll verendet. "Es ist Gefahr im Verzug, wir müssen die Giftleger stoppen, denn sonst wird unser Wappenvogel nie bei uns heimisch," fordert Dr. Bernhard Drummel, Stv. Geschäftsführer des WWF- Österreich.

Den Giftlegern auf der Spur ...

Angesichts der zahlreichen Giftfunde vor allem in Niederösterreich werden erstmals die VIER PFOTEN, die NÖ Berg- und Naturwacht und der WWF in einem Schulterschluss gemeinsam aktiv. Weitere Unterstützter sind: Universum-Filmer Georg Riha, Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel und Nationalpark- Institut Donauauen. Ziel ist es, in den Seeadler- Hoffnungsgebieten nach Gift-Ködern und Opfern zu suchen, aber auch zu zeigen, dass präventiv gehandelt werden muss. "Hier geht es nicht nur um gefährdete Greifvögel, sondern es sind auch zahlreiche Haustiere unter extremen Qualen zu Grunde gegangen" ist VIER PFOTEN Geschäftsführer Helmut Dungler bestürzt. "Es geht darum, den Tierquälern das Handwerk zu legen."

Nur die Spitze vom Gift-Berg

In den letzten Jahren wurden über 100 Giftfälle bekannt. Fast jeder Bezirk in Niederösterreich war betroffen, aber auch Teile von Oberösterreich, dem Burgenland und Salzburg. Zu den Opfern zählen: 10 Seeadler, 3 Steinadler, 38 Bussarde, 5 Weihen und 1 Weißstorch sowie 3 Dachse, 6 Füchse und 18 Hunde. "Diese Zahlen belegen eindeutig, dass es sich hierbei nicht nur um einzelne Schwarze Schafe handeln kann, sondern dass diese Giftleger-Praxis in der Jägerschaft ziemlich weit verbreitet ist," ist DI Ulrich Eichelmann, WWF Kampagnenleiter überzeugt.

Gefahr im Verzug

Nicht nur Seeadler und Co zählen zu den gefährdeten Tieren, die Gift-Köder und die Opfer wurden zumeist in der Nähe von Wegen gefunden. Die letzten Meldungen aus dem Raum Gänserndorf kamen direkt aus dem Siedlungsbereich. Damit ist auch eine Gefahr für Kinder gegeben, denn das bläuliche Gift kann äußerst anziehend wirken.

Der WWF fordert die Landesjagdverbände auf endlich konsequent und präventiv gegen die Giftleger aus den eigenen Reihen vorzugehen.

Seeadlerfotos unter: http://www.wwf.at/download.html

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