Internet Provider klagen Telekom Austria

Wien (OTS) - Nach dem gestrigen Vorstandsbeschluss hat der Verband der österreichischen Internet Provider (ISPA) die Rechtsanwälte beauftragt Klagen gegen die Telekom Austria (TA) einzubringen, um sie zur Gleichbehandlung aller Internet User zu zwingen. Konkret will die ISPA erreichen, dass der günstige ISDN Pauschal-Tarif nicht nur den A-Oline Kunden sondern den Kunden aller österreichischer Internet Provider angeboten werden kann. Obwohl die TA immer ankündigte, dass sie dies tun wolle, hat sie bis heute nichts dazu getan, während die Provider den Geschäftsentgang schmerzhaft zu spüren bekommen.

"Wir sind keine Streithanseln, aber hänseln lassen wir uns auch nicht", wie Mag Hahn, Präsident der ISPA, feststellte und dadurch seinen Unmut über die seiner Meinung nach scheinheilige Vorgangsweise der Telekom Austria zum Ausdruck bringt. "Während die TA so tut als ob sie mit uns verhandeln wollte, werden uns ein Teil unserer Mitglieder - vor allem kleine und mittlere Provider - dahinsterben. Was die hohen Herren der TA, Österreicher oder Italiener, anscheinend nicht begreifen wollen ist, dass wenn sie die Provider umbringen, der gerade im Entstehen begriffene Internet-Markt insgesamt leidet. Nur eine Vielzahl von Anbietern mit einer Vielzahl von verschiedenen Produkten garantiert einen fairen Wettbewerb und tragfähiges Wachstum des Marktes."

Bei der ISPA herrscht allgemeines Unverständnis über die Vorgangsweise der Telekom Austria. "Wir wollen ihnen doch kein Geschäft wegnehmen - ganz im Gegenteil," zeigt sich Dr. Kurt Einzinger, Generalsekretär der ISPA, betroffen. "Alles was wir wollen ist, dass die TA denselben Pauschaltarif, den sie den A-Online Kunden anbietet auch allen anderen Internet Kunden anbietet. Das würde doch nur ihr Geschäft vervielfachen und das Service und die Leistung gegenüber den Kunden verbessern."

Da die Vorgangsweise der TA nach Meinung der ISPA eindeutig gegen das Kartellgesetz und dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstößt als auch die Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes verletzt werden, wird sowohl beim Handelsgericht und Kartellgericht geklagt werden als auch ein weiteres Verfahren beim Regulator (der Telekom Control GesmbH) initiiert werden. Außerdem wird die ISPA eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission, Generaldirektion Wettbewerb, vorbringen.

"Wir tun das wirklich nicht gerne, aber die Telekom Austria hat uns keine Wahl gelassen," wird von Seiten der ISPA verlautet. "Wir sind es unseren Mitgliedern und deren Kunden als auch der Internet-und Wirtschaftsentwicklung Österreichs schuldig, schnellstens und umfassend alles zu unternehmen um diese rechtswidrige und unhaltbare Situation zu ändern."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Internet Service Providers Austria
Dr. Kurt Einzinger
Tel.: 0664 501 36 32 und 522 36 36 38
Office@ispa.at und kurt.einzinger@ispa.at
www.ispa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS