Österreich nutzt globales Messeangebot intensiv

Karlheinz Wismer, Messe Düsseldorf GmbH: Neue Messestandorte und strategische Allianzen als Antwort auf die Globalisierung

Wien(PWK) "In jenen Bereichen, in denen die österreichische Industrie ein technisch und innovativ hochwertiges Potenzial aufzuweisen hat, werden die Leitmessen in Düsseldorf intensivst genutzt", berichtete Karlheinz Wismer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf AG, beim Club Internationale Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich. Von 1991 bis 1997 präsentierten fast 1.800 österreichische Aussteller auf beinahe 100.000 Quadratmetern in Düsseldorf ihre Produkte.

Außerdem falle besonders positiv auf, dass die Unternehmen aus Österreich sehr schnell das globale Messeangebot zB im Kunststoff-(K, Interplastica und Aseanplas) und Medizinbereich (MEDICA, Hospimedica und Hospitalar) sowie das Angebot in Brünn, beispielsweise mit der Maschinenbaumesse MSV, angenommen haben und -gemessen an anderen Ländern - überproportional in Anspruch nehmen. "Österreich ist praktisch auf all diesen wichtigen Messen mit offiziellen Gruppenbeteiligungen vertreten, die vom WIFI der Wirtschaftskammer Österreich organisiert werden", erklärte Wismer und betonte die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

In Europa sei das Messewesen inzwischen zu einem so wichtigen Wirtschaftsfaktor herangewachsen, dass sich ein dichtes Netz von Messestädten gebildet hat. 24 der weltweit 32 Messegelände mit mehr als 100.000 Quadratmetern Hallenkapazität befinden sich in Deutschland. "Bei 12 Prozent Weltmarktanteil an der insgesamt um den Globus zur Verfügung stehenden Messe-Hallenkapazität vereinigen die deutschen Messen über 80 Prozent aller weltweit durchgeführten Leitmessen auf sich", berichtete Wismer. Mit 23 Leitmessen stehe wiederum Düsseldorf an erster Stelle in Deutschland.

Messen und Märkte befänden sich allerdings in einem fortwährenden Dialog, sodass die Messen ständig gefordert seien, ihrer wichtigen Rolle als Schnittstelle der internationalen Angebotsströme gerecht zu werden, wies Wismer hin. Die Aufgabe der deutschen Großmessen liege nun darin, die in- und ausländischen Zielgruppen von der Bedeutung internationaler Messen sowohl im In- als auch im Ausland zu überzeugen. "Die Strategien der großen Messegesellschaften sind daher darauf abgestellt, an beiden Standorten im Messegeschäft mitwirken zu können. Das heißt, inländische Leitmessen zu stärken und in den regionalen Zukunftsmärkten Großmessen zu veranstalten", so Wismer.

Für den Auftritt in außereuropäischen Märkten seien neue maßgeschneiderte Messekonzepte, zusätzliches Personal und zusätzlicher Finanzierungsaufwand notwendig, sagte Wismer. "Wir haben bereits erste Ansätze für die Lösung dieser wesentlichen Herausforderungen gefunden, indem wir zB Kooperationen innerhalb deutscher Messen suchen und Kooperationen mit anderen global agierenden Veranstaltern eingehen." Strategische Partnerschaften seien ein wichtiger Weg für die Messen der Zukunft, um spezifische Marktgegebenheiten schnell erschließen und umfassenden Service anbieten zu können.

Für den mittel- und südosteuropäischen Raum hat die Messe Düsseldorf mit der BVV in Brünn einen Standort hohen Potenzials gefunden, an dem Tschechien, Ungarn, Slowakei und Österreich zusammentreffen. Die Messe Brünn, an der die Messe Düsseldorf zu 95 Prozent beteiligt ist, zählt zu den ertragreichsten Dienstleistungsunternehmen der Tschechischen Republik. Ein absolutes Novum in der deutschen Messelandschaft bedeutet das neue Messegelände in China/Pudong. "Erstmals wird hier der Zusammenschluss von drei deutschen Messegesellschaften - Deutsche Messe, Messe München und Messe Düsseldorf - zu einer 'strategischen Allianz' praktiziert. Daran sieht man die anspruchsvolle Strategie, mit der sich internationale Veranstalter von Großmessen den Herausforderungen der Globalisierung stellen", schloss der Geschäftsvorsitzende der Düsseldorfer Messe GmbH. (Ne)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Maximiliana Tadina
Club IW
Tel: 01/50105/4199

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK