Ein Pflegekonzept für die Zaya

Röhrichte entstehen, Laichgewässer werden geschaffen

St.Pölten (NLK) - Der Weinviertel-Fluß Zaya und seine Nebengerinne, der Taschelbach und der Feldwiesengraben, werden die Gegend beleben und nicht auf schnellstem Wege abfließen. In Retentionsflächen werden nach starken Regenfällen Wassermassen langsam versickern und verdunsten. Das verbessert den Wasserhaushalt und das Klima. Auch wird der Grundwasserspiegel angereichert. Laichgewässer für Amphibien entstehen, aber auch Standorte für Röhrichte oder Seggenriede, die durch die jahrelangen Trockenlegungen verschwunden sind. Die Bäche werden für die sanfte Naherholung genutzt.

Der Zaya-Wasserverband hat jetzt von den Büros Dipl.Ing. Grand und Dipl.Ing. Wiesbauer, die für die Kulturtechnik und die Wasserwirtschaft bzw. für die Landschaftsplanung verantwortlich zeichnen, ein Pflegekonzept für die Zaya von Ebendorf bis Wenzersdorf erstellen lassen. Ziel der Maßnahmen ist der Wasserrückhalt im Talraum und ein funktionsfähiger Bachlauf. Dazu sollen fünf Retentionsräume mit insgesamt 15 Hektar Fläche entlang der Zaya geschaffen werden. Später sollen entlang der Zaya wechselfeuchte Überflutungsflächen und Erweiterungen mit einer Bepflanzung geschaffen werden.

Die Gesamtbaukosten für den ersten Bauabschnitt, also bis zu den fünf Retentionsräumen, betragen 25 Millionen Schilling. Zuerst sollen mit 4 Millionen Schilling die Projektierungsarbeiten vorangetrieben werden. Als symbolischer "Spatenstich" dient die neue Wasserzuleitung des Ebendorfer Mühlbaches. 15 Prozent zahlen die Interessenten des Zaya-Wasserverbandes Mistelbach-Laa. 85 Prozent sind öffentliche Mittel nach dem 5b-Programm, die zwischen dem Bund (39,192 Prozent), der EU (34,68 Prozent) und dem Land Niederösterreich (26,128 Prozent) aufgeteilt werden. Sie sollen die Lebensbedingungen am und im Gewässer und den Rückhalt des Wassers verbessern. Zudem soll die Landschaft durch das Auspflanzen von Bäumen und Sträuchern gestärkt werden. Das Mikroklima wird dadurch positiv verändert. Auch wird der Hochwasser-Abfluss ökologisch gesichert und erhalten. Die Projektierung soll im Jahr 2000 abgeschlossen werden.

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