Neues Mare-Heft mit dem Schwerpunktthema: Venedig

Hamburg (ots) - Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Am Mittwoch kommt die neue Ausgabe von mare auf den Markt. Schwerpunktthema diesmal: "Venedig - die Stadt im Meeresspiegel".

Bürgermeister Massimo Cacciari im mare-Interview:
"Venedig braucht eine U-Bahn"

Venedig erstickt unter den Besuchermassen. "Es gibt zu viele Touristen an zu wenigen Orten", klagt Bürgermeister Massimo Cacciari in einem Interview mit dem in Hamburg erscheinenden Magazin "mare, der Zeitschrift der Meere". Damit die Besucher sich nicht nur auf den Markusplatz und die Rialto-Brücke konzentrieren und besser verteilen, plant Cacciari für die auf Pfählen und Schlamm errichtete Stadt eine U-Bahn. "Zur Zeit wird dieses Projekt geprüft. Wir treiben es energisch voran", erklärt Cacciari gegenüber mare. Von Kampagnen mit dem Ziel, den Touristenzustrom in die Stadt zu begrenzen, distanzierte sich Cacciari ausdrücklich. Er wolle lediglich den Tourismus "kanalisieren", sagt er und fügt hinzu: Dies sei "eine alte venezianische Übung".

Cacciari befürchtet, dass sich der Fall des Eisernen Vorhangs für die einstige Handelsmetropole negativ auswirken könnte. Dadurch steige die Tendenz; "Europa nur als einen Raum zu begreifen, der aus Festland besteht, der auf festem Boden gründet," sagt der Bürgermeister gegenüber mare. "Der Süden, die ärmeren Regionen" würden nur mehr "als Zumutung, als Last" gesehen. "Doch in Wahrheit ist Europa ohne den Mittelmeerraum nicht einmal denkbar." Auch was seine Stadt selbst angeht, ist Cacciari skeptisch: Seine Mitbürger "werden von Tag zu Tag weniger amphibisch. Die Fähigkeit der Venezianer, mit dem Wasser zu leben, hat abgenommen." Insgesamt habe die Bedeutung der Stadt gelitten: "Im Zeitalter der großen materiellen Schlachten, des Physischen, ist es Venedig nicht gut gegangen." Doch er ist nicht ohne Hoffnung: "Venedig könnte, passend zum Geist kommender Zeiten, Hauptstadt des Immateriellen werden." Cacciari wechselt in Kürze voraussichtlich in das Amt des Präsidenten der Region Venetien.

Gerne übersenden wir Ihnen auf Anfrage den gesamten Wortlaut des Interviews. Zu den weiteren Themen im aktuellen Heft beachten Sie bitte die nächste Seite.

Eine Auswahl weiterer Themen im mare-Heft No. 18:

Im Schwerpunkt Venedig:

Das Arsenal - die verbotene Stadt
Erstmals präsentiert mare eine große Fotoreportage aus dem Inneren des einstmals größten Industriekomplexes der Welt, dem Arsenal. Hier wurden die Schiffe gebaut, die zu Beginn der Neuzeit die Meere und den Handel beherrschten. Noch heute ist das Militärgelände weitgehend für die Öffentlichkeit gesperrt.

Freitod in Venedig
Eva Demski über die Schwierigkeiten, sich in Venedig zu ersäufen

Venedig von unten
Paläste auf Balken und Schlamm - eine Panoramazeichnung

Venedig in der Zeit vor dem Massentourismus
Ein Text- und Fotoessay von Mary McCarthy und Gianni Berengo Gardin

Die bedrohte Stadt
Umweltschutz in der Lagune steht gegen den Hochwasserschutz

Außerdem im Heft:
Sensationelle Photos: Eisbären unter Wasser
Die Dau - der legendäre Segelfrachter vor Ostafrika

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Die mare-Redaktion

ots Originaltext: Mare - Die Zeitschrift der Meere
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