Kärntner SPÖ

Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Kärntner SPÖ Ausgabe vom 25.1.00 Klagenfurt (OTS) - Spannend wie ein Krimi dürfte die Manzenreiter-Nachfolge am 12. Februar über die Bühne gehen. Hatte sich ursprünglich nur Melitta Trunk für den Job des neuen SPÖ-Chefs beworben, bekam sie kurz vor zwölf gleich drei Gegenspieler, Hermann Primus, Bürgermeister von St. Paul, hatte tatsächlich nur wenige Minuten vor Ablauf der Bewerbungsfrist telefonisch seine Kandidatur angemeldet. Er rief vom Kärntner Ball in Wien an. Es sei kein Faschingsscherz, versicherte Primus. Ebenso ernst nehmen die Kandidatur Karl Prettner und Daniel Walcher. Für Spannung sorgen aber auch die roten Statuten. Trunk wird als geschäftsführende Parteivorsitzende zwar leicht favorisiert, erhält aber weder sie noch einer der anderen Kandidaten bei der Wahl 50 Prozent plus eine Stimme, sind alle vier Bewerber durchgefallen. Sie dürfen sich weder einem zweiten Wahlgang noch einer Stichwahl stellen. Das Spiel beginnt mit neuen Bewerbern von vorne. Es wäre also wieder alles offen und würde Spekulationen Tür und Tor öffnen. Ein kompliziertes Verfahren, das die Gefahr in sich birgt, dass sich der gesamte Parteitag lächerlich macht. Dann nämlich, wenn es schließlich für keinen eine qualifizierte Mehrheit gibt. Die Bezirksgranden sind daher gut beraten, die Delegierten nicht zu überfordern und der Kärntner Öffentlichkeit kein neuerliches Trauerspiel zu liefern. Was die Roten in diesem Lande brauchen, ist eine glaubwürdige Obfrau oder ein seriöser Chef. Jedenfalls keine Person aus der Retorte, sondern jemand, der es ehrlich meint und ein Herz für die Sozialdemokratie hat.

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