1960 - 1980 - 2000: Stift Melk im Zwanzigjahresrhythmus

Mit drei Landesausstellungen zum wirtschaftlichen Erfolg

St.Pölten (NLK) - "Der Tourismus ist für das Stift Melk das wichtigste wirtschaftliche Standbein. Mit der Barockausstellung 1960, der ersten Landesausstellung in Niederösterreich überhaupt, wurde dem Stift der erste touristische Impuls gegeben. Die Ausstellung "Josef II." half sehr wesentlich bei der Restaurierung des Stiftes, und auch die kommende Landesausstellung "Die Suche nach dem verlorenen Paradies" von April bis November 2000 wird dem Stift sehr wesentlich helfen, seinen großen Aufgaben in der heutigen Zeit nachzukommen", erklärte der Abt des Stiftes Melk, Burkhard Ellegast, bei der Präsentation der Ausstellung in Wien. "Das Stift hat viele Aufgaben übernommen. Eine der wichtigsten ist die Führung eines in starker Expansion begriffenen Gymnasiums mit einem reichen Kulturleben," stellte Ellegast fest.

Für die heurige Landesausstellung wurde ein riesiger, bisher für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher barocker Keller renoviert und auch für eine künftige kulturelle Nutzung adaptiert. Geöffnet und mit einbezogen wird zudem der barocke Garten des Stiftes samt Pavillon.

Die zweiteilige Landesausstellung zeigt zunächst "Bilder vom Paradies", beginnend mit Bibel und Schöpfungsgeschichte, dokumentiert durch Kunstwerke, die sich thematisch damit auseinandersetzen, und zwar mit Werken früherer Jahrhunderte bis herauf in die Gegenwart. Auch auf die Frage, welche Vorstellungen sich andere Religionen und Mythologien vom Paradies machen, wird eingegangen. Im zweiten Teil wird die "Suche nach dem Paradies" dargestellt. Der Beginn des christlichen Mönchtums hat hier ebenso seinen Platz wie das gottgefällige Leben der Nonnen und Mönche, und es werden die wichtigsten Orden mit ihren Geboten und ihren Hoffnungen vorgestellt, die sie mit dem Eintritt ins Paradies verbinden. Daraus entwickelt sich eine umfassende Schau über die vielfältige Tätigkeit dieser Orden. Stift Melk kann aus seinen Sammlungen wichtige Kunstwerke zur Entwicklung des Benediktinerordens beisteuern. In einem dritten Teil mit dem Titel "Paradies auf Erden" steht der jetzt zugängliche Garten im Mittelpunkt: verwandelt in einen Garten Eden, spricht er vor allem die Sinne an. Hier gibt es auch ein reiches Rahmenprogramm mit Theater, Musik und Lesungen. Im restaurierten Pavillon kann man die Fresken des Rokoko-Malers Johann Bergl besichtigen. Das Ausstellungsteam besteht aus den Wissenschaftlern Dr. Elisabeth Vavra, Dr. Hannes Etzlstorfer und aus der Ausstellungsarchitektin Dipl. Ing. Franziska Ullmann.

Die NÖ Landesausstellung "Die Suche nach dem verlorenen Paradies -Europäische Kultur im Spiegel der Klöster" wird im Stift Melk vom 15. April bis 15. November 2000 gezeigt.

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