Projektstudie zur Donaufreimachung

Finanzstadträtin Ederer in Budapest

Wien, (OTS) Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer als Vertreterin des Hauptsponsors, der Stadt Wien, Ministerialrat Vorderwinkler vom österreichischen Verkehrsministerium sowie Vertreter der ungarischen Regierung
haben Montag der internationalen Donaukommission in Budapest den fertigen Entwurf der Projektstudie zur Freimachung der Donau feierlich überreicht. Bei Novi Sad sind seit April 1999 auf Grund des Kosovokrieges alle drei Donau-Brücken zerstört und unterbrechen seither die freie Schifffahrt. Die wirtschaftlichen Schäden für die Donauanrainerstaaten sind bereits enorm. Laut OECD-Studie beträgt der Schaden allein für Österreich ATS 250 Millionen.

Der allgemeine Rat der Europäischen Union und der Europäische Rat von Helsinki haben daher die Europäische Kommission zu Jahresende 1999 aufgefordert, so rasch wie möglich die freie Schifffahrt auf der Donau wieder herzustellen. Der Rat hat darüber hinaus festgestellt, dass die internationale Donaukommission mit Sitz in Budapest berufen ist, alles zu unternehmen, um gemeinsam
mit den Mitgliedsstaaten der Donaukommission die erforderlichen Vorbereitungen für die Wiederherstellung der Schifffahrt auf der Donau durchzuführen.****

Die Donaukommission hat bereits im Sommer 1999 eine
technische Expertengruppe gebildet, die unter dem Vorsitz des österreichischen Ministerialrats Vorderwinkler steht. Die Aufgabe der Expertengruppe ist die Vorbereitung der technischen Erfordernisse für die Freimachung. Die Europäische Kommission beauftragte nunmehr das Sekretariat der Donaukommission, ein mit
den EU-Beschaffungsvorschriften kompatibles und ausschreibungsfähiges Gesamtprojekt auszuarbeiten oder ausarbeiten zu lassen. Der Präsident der Donaukommission hat daraufhin die Delegationen der Mitgliedsländer bei der Donaukommission eingeladen, die Finanzierung und/oder Mitwirkung an einer solchen Projektstudie bekannt zu geben.

Österreich und Ungarn haben sich bereit erklärt, diese Projektstudie gemeinsam auszuarbeiten und die Kosten hierfür zu übernehmen. Auf österreichischer Seite ist es besonders die Stadt Wien, die rund 90 Prozent des österreichischen Anteiles deshalb übernimmt, da es das erklärte Ziel der Wiener Stadt-Außenpolitik ist, die Entwicklung des Donauraumes tatkräftig zu unterstützen.

Österreich und Ungarn haben eine gemeinsame Expertengruppe gebildet, die den technischen Teil des Vorlageprojektes erarbeitet hat. Auf österreichischer Seite gehört dem Team mit Dipl.-Ing. Seltenhammer jener Experte an, der bereits erfolgreich die eingestürzte Reichsbrücke aus der Donau geborgen hat.

Die Projektstudie wird nach Beschlussfassung durch die Donaukommission der Europäischen Kommission zur Erlangung der entsprechenden Fördermittel vorgelegt. "Österreich und Ungarn leisten damit einen entscheidenden Beitrag, um die freie
Schifffahrt auf der Donau wieder zu ermöglichen und somit die wirtschaftlichen Nachkriegsschäden für die Donauanrainerstaaten zu begrenzen. Andererseits soll damit aber auch ein Beitrag zur Stabilisierung der Krisenregion Balkan geleistet werden", meinte Ederer abschließend. (Schluss) sto

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Harry Stockbauer
Tel.: 4000/81 858
e-mail: sto@gfw.magwien.at

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK