Görg: Wien nimmt wichtige Bau-Großprojekte rasch in Angriff

Wien, (OTS) "In den letzten zwei Jahren hat sich in Wien viel getan; die Angst, sich nicht über Großprojekte zu trauen, ist einem neuen Mut gewichen", sagte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg am Montag anlässlich der Eröffnung des 26. Gestrata-Bauseminars im Wiener Austria Center.

Viele Projekte sind in den vergangenen zwei Jahren in ein konkretes Planungsstadium getreten oder bereits in Umsetzung,
sagte Vizebürgermeister Görg. So sei beispielsweise die Diskussion um den Bau der B12b abgeschlossen: Das meistdiskutierte Straßenbauprojekt Wiens, die Verbesserung der Verbindungen
zwischen den Autobahnen im Süden von Wien (A2, A23) und den westlichen und südwestlichen Stadtteilen wurde nach 17-jähriger Debatte entschieden, so Görg. Nach einem intensiven Bürgerbeteiligungsverfahren wird eine Lösung mit zwei Abbiegestreifen in der Sagedergasse realisiert, die inklusive aufwändiger Lärmschutzmaßnahmen rund 40 Millionen Schilling kosten wird, und damit um rund 25 Millionen Schilling billiger kommt als die Alternativvariante "Altmannsdorfer Anger” und überdies ein Jahr Bauzeit weniger beansprucht als dieses Projekt.

Görg nannte als Beispiel für "wichtige Signale der Stadt Wien" den Bau der B3. Seit Oktober vergangenen Jahres wird das 1. Teilstück der B3 gebaut: Die Bundesstraße B3 - als essenzielle Verbindung zwischen Floridsdorf und Donaustadt - wird die Ortszentren Floridsdorf und Kagran entlasten (umfahren) und damit eine Verkehrsberuhigung und Verbesserung des Öffentlichen
Verkehrs, vor allem in der Donaufelder Straße, ermöglichen. Gegen dieses Straßenprojekt gab es über 10 Jahre aus unterschiedlichen Gründen Widerstand, so Görg. Speziell vor zwei Jahren wurde die Aktualität der Planung in Frage gestellt. Deshalb habe er veranlasst, dass in einem Beteiligungsverfahren Vertreter von Bürgergruppen, Politiker und Experten die Zweckmäßigkeit der zur Diskussion stehenden Varianten prüfen sollten und eine der Varianten empfehlen sollten. Auch ein unabhängiger Verkehrsgutachter wurde beigezogen, danach wurde eine politische Entscheidung getroffen.

"Fortschritte gibt es auch bei den geplanten Umfahrungen B301 und B 305, die für den Knoten Wien essenziell sind", erklärte Görg. Ergänzende Straßenbaumaßnahmen wie die B 301 (Südumfahrung) oder die B 305 (Nord-Ost-Umfahrung Wiens) mit 6. Donauquerung
seien für die Funktionstüchtigkeit des TEN-Knotens Wien erforderlich. Und Görg weiter: "Die Verbindung zwischen Süd- und Ostautobahn muss rasch gebaut werden, wenn wir die Südosttangente vom Durchgangsverkehr entlasten wollen". Die Bedeutung der Nordostumfahrung Wien - B 305 liegt für Wien insbesondere in der verbesserten Erreichbarkeit des Hafens Freudenau, des Alberner Hafens und des geplanten Güterterminals Inzersdorf aus Richtung Norden. Darüber hinaus biete sie lokale Umfahrungsmöglichkeiten sowie eine Ausweichmöglichkeit bei einem Störfall auf der Praterbrücke. Für den Verkehr der Umlandgemeinden stelle die B 305 endlich eine sinnvolle Alternative zur Südosttangente dar.

"All diese Beispiele signalisieren den Mut, mit dem jetzt an Großprojekte herangegangen wird", resümierte Vizebürgermeister Bernhard Görg, "nur werden sich der neue Finanzausgleich für Wien und das kommende knappere Budget leider nicht allzu günstig auf manche Straßenbau-Projekte auswirken". Günstige Aussichten ortete Görg hingegen für eine gemeinsame Regionalpolitik mit Niederösterreich und dem Burgenland. "Die Zeichen für eine verbesserte, gemeinsame Politik von Wien und den Umlandgemeinden stehen gut", so Görg. (Schluss) kru

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