FORMAT: Zwei Bank Austria-Mitarbeiter in US-Fondsskandal verwickelt

Manhattan Capital Fund-Chef Michael Berger droht Bank Austria mit Enthüllungen

Wien (OTS) - Der von amerikanischen Behörden als mutmaßlicher Milliardenbetrüger verfolgte, gebürtige Salzburger Michael Berger hat 1996 zwei befreundete Bank Austria-Mitarbeiter in den Vorstand seines Manhattan Capital Funds geholt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Berger, der von der amerikanischen Wertpapieraufsicht für einen Betrugsfall von umgerechnet mehr als vier Milliarden Schilling verantwortlich gemacht wird, hat seine beiden Freunde laut FORMAT im Jänner 1996 in den Vorstand seines Hedgefonds geholt, wie Bank Austria-Sprecher Martin Hehemann gegenüber FORMAT bestätigt. Während einer der beiden die Bank inzwischen verlassen hat, steht der andere bis heute in ihren Diensten. Ab Mai 1996 hat sich die Bank Austria mit insgesamt 21 Millionen Dollar (285 Millionen Schilling) an Bergers Fonds beteiligt.

Die Bank hat sich mittlerweile einen Exekutionstitel auf das verbleibende Vermögen des Fonds gesichert und fordert inklusive Zinsen insgesamt 380 Millionen Schilling zurück. Laut FORMAT handelt es sich bei Bergers geleimten Klienten um acht amerikanische sowie 272 europäische Investoren, darunter neben der Bank Austria die Erste Bank AG und die Raiffeisenlandesbank Wien-Niederösterreich. Die Schoeller Capital Investment war bis Mai 1999 am Fonds beteiligt und hat ihr Geld rechtzeitig abgezogen.

Wie FORMAT weiter berichtet, kursiert in New York inzwischen ein häßliches Gerücht. Demnach droht Michael Berger der Bank Austria mit Enthüllungen über Geldflüsse aus Wien auf die Cayman Islands für den Fall, daß die Bank ihre Klage bis Montag, zwölf Uhr New Yorker Zeit, nicht zurückzieht. Der von der Bank Austria beauftragte New Yorker Anwalt Brian Cogan wollte dies gegenüber dem Magazin nicht kommentieren.

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