"profil": Acordis will Lenzing-Übernahme beschleunigen

Der niederländische Faserhersteller will Teile seiner Produktion ins burgenländische Heiligenkreuz verlagern.

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in
seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, macht
der niederländische Chemiefaser-Riese Acordis in den
Verhandlungen mit der Bank Austria um eine Übernahme
ihres 50,1prozentigen Lenzing-Pakets Druck. Der von der
britischen CVC-Gruppe kontrollierte Acordis-Konzern
bietet für die Lenzing-Mehrheit bis zu 1,7 Milliarden
Schilling. Die Bank Austria wollte bisher nicht unter 1,9
Milliarden Schilling verkaufen.

In einem der Bank Austria von Acordis-Berater Helmuth
Hamminger übermittelten Strategiepapier gehen die Lenzing-Interessenten jetzt in die Offensive.

Demnach sei das "Überleben" der beiden Mitbewerber
langfristig nur durch eine Zusammenführung der
Produktionen zu sichern.

Acordis plane jetzt, so "profil", bei einer erfolgreichen
Übernahme Lenzings große Teile der im britischen
Grimsby angesiedelten Tencil-Fasererzeugung in das Werk
im burgenländischen Heiligenkreuz zu verlagern. Der auf
die Erzeugung von Lyocell-Fasern spezialisierte Standort
steckt nach wie vor tief in den roten Zahlen. Mit einer
Auslastung von zuletzt gerade einmal einem Drittel bleibt
die Zukunft des Werkes äußerst unsicher. Der Acordis-
Plan: Die Lyocell/Tencil-Produktionen beider Konzerne
sollen im Burgenland konzentriert und anschließend
verselbständigt werden. In weiterer Folge könnte der
Teilkonzern auch durch die Hereinnahme von Investoren
gestärkt werden. Lenzing-Sprecherin Rosemarie Schuller
will dies gegenüber "profil" nicht näher kommentieren:
"Grundsätzlich haben alle diese Pläne Phantasie."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion, Tel.: 01/53470, DW 371 und 372

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO/03