Stadtreinigung, Müllabfuhr und Straßenreinigung drohen mit Kampfmaßnahmen

Wien (GdG/ÖGB). Die Kollegenschaft der MA 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreingung und Fuhrpark) ist nicht im Geringsten bereit, auch nur annähernd die geplanten Maßnahmen im Bezug auf die Neuregelung der Pensionen mitzutragen. "Viele MitarbeiterInnen müssen auf Grund des schweren Dienstes, der bei jedem Wetter und auch an und Sonn- und Feiertagen zu verrichten ist, aus gesundheitlichen Gründen vor dem Erreichen des 60. Lebensjahres in den Ruhestand treten. Bestraft werden diese MitarbeiterInnen dadurch, dass sie das Abschlagssystem, sprich zwei Prozent weniger Pensionsbezug für jedes Jahr, das sie vor dem 60. Lebensjahr in Pension gehen, trifft", stellt Rudolf Klippl, Vorsitzender der Hauptgruppe III - Magistratische Betriebe- in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), fest.++++

Durch das beabsichtigte Anheben des Frühpensionsalters auf 62 Jahre würden sich die Abschlagszahlungen dadurch um weitere zwei Jahre erhöhen und zu einer weiteren Schmälerung der Pension der Betroffenen führen. "Es kann doch nicht sein, dass man diese Bediensteten doppelt belastet, zum einen durch ihre Krankheit und zum anderen durch die Abschlagszahlungen. Denn grundlos gehen diese sicherlich nicht in Frühpension", betont Klippl.

Wir stellen grundsätzlich fest, dass wir nicht auf Grund von "Befindlichkeitsstörungen" diese Maßnahmen ablehnen, sondern weil wir unsere MitarbeiterInnen, welche durch ihre Tätigkeiten massive gesundheitliche Probleme mit sich tragen, schützen müssen. Um dem geplanten Pensionssystem folgen zu können, müssten zuerst die Arbeitsbedingungen geändert bzw. überarbeitet sowie Präventivmaßnahmen gegen die Gesundheitsschädigungen unserer MitarbeiterInnen eingeführt werden.

"Sollte es trotzdem zur Einführung der geplanten Maßnahmen im Pensionsrecht kommen, egal zu welcher Regierungsbildung es kommt, werden wir ab dem Tage der Beschlussfassung mit Kampfmaßnahmen zu antworten wissen", gibt Klippl unmissverständlich zu verstehen.

ÖGB, 21. Jänner 2000 Nr. 38

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