FSG: Positionen bleiben im Interesse der Mitglieder weiter aufrecht

GewerkschafterInnen lassen sich nicht für VP-Machtspielchen in Geiselhaft nehmen

Wien (FSG). "Die FSG bekräftigt ihre Haltung und läßt sich von niemandem für Machtspielereien in Geiselhaft nehmen”, erklärte Karl Drochter, Bundessekretär der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) am Freitag. Sie fordert nach wie vor eine stabile Regierung, die zukunftsweisende und sozial gerechte Lösungen auf die aktuellen Probleme anbietet. ++++

Die FSG - aber auch der gesamte ÖGB mit all seinen Fraktionen - hat von Beginn an darauf hingewiesen, dass das Arbeitsmarktproblem nicht mit Einzelmaßnahmen in den Pensionssystemen gelöst werden könne, so Drochter. "Vorrangig müssen wir den Arbeitsmarkt in Ordnung bringen und den Trend ,zu alt für die Arbeit - zu jung für die Pension’ stoppen.”

Zwiti: Nicht nur bei einfachen Leuten sparen

Die FSG ist immer für sozial ausgeglichene Reformen und eine offensive Arbeitsmarktpolitik eingetreten. "Gerade deshalb ist es nicht einzusehen, warum vor allem die Arbeitnehmer zur Kasse gebeten werden sollen und man überfallsartig in ihre Lebensplanung eingreift”, erklärt Drochter. "Der Wirtschaftsbund jubelt, weil er 70 Prozent seiner Forderungen durchgesetzt hat, die Industriellenvereinigung zeigt sich zufrieden, weil ihre Klientel nicht betroffen ist - nur die einfachen Leute kommen zum Handkuß. Das ist nicht gerecht und daher können wir es nicht mittragen,” sagt Drochter zu der geplanten Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters und der Veränderung im Dienstrecht für die öffentlich Bediensteten.

"Schüssel wollte die Verhandlungen von Anfang an zum Scheitern bringen. Die SPÖ hat dabei so manche Schmerzgrenze erreicht. Doch kaum war ein Problem gelöst, ist er mit neuen Forderungen gekommen”, berichtet Drochter. Nun übe sich die ÖVP in Schuldzuweisungen. "Deren Unglaubwürdigkeit zeigt sich vor allem daran, dass im ÖVP-Vorstand nicht einmal die stellvertretende ÖVP-Obfrau Klasnic und andere gewichtige VP-Vertreter dem Koalitionspakt zugestimmt haben.”

Zwiti: Wen vertritt ÖAAB-Obmann Fasslabend?

Auch die Fraktion Christlicher GewerkschafterInnen (FCG) im ÖGB und der ÖAAB lehnen die Pensionspläne entschieden ab - die ÖAAB-Fraktionen in den Arbeiterkammern haben sich öffentlich dagegen ausgesprochen. "Doch ÖAAB-Obmann Fasslabend und seiner Stellvertreterin Gehrer ist das offensichtlich egal. Sie treten gegen die Mehrheit ihrer Mitglieder für die Verschlechterungen der ArbeitnehmerInnen ein”, kritisiert Drochter. "Schüssels Schuldzuweisungen sind daher nichts als ein reines Ablenkungsmanöver von den Problemen in den eigenen Reihen.”

Zwiti: FSG fordert konstruktive Verhandlungen

"Die FSG erwartet sich”, betont Drochter, "dass ÖVP-Obmann Schüssel der Aufforderung von Bundespräsident Thomas Klestil zu weiteren Verhandlungen ernsthaft nachkommt und mit der SPÖ konstruktive Verhandlungen führt, damit es zu keiner Spaltung der Gesellschaft kommt.”

FSG, 21. Jänner 2000 Nr. 12

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