Sallmutter: Die Gewerkschaft lässt sich den schwarzen Peter nicht zuschieben

GPA-Vorsitzender weist Krittelei von Landeshauptmann Pröll zurück

Wien (ÖGB/GPA). ”Es ist unglaublich, mit welcher Dreistigkeit sich die ÖVP aus ihrer alleinigen Verantwortung für das Scheitern der Koaltionsverhandlungen zu stehlen versucht, meinte heute GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter zu den Schuldzuweisungen Erwin Prölls an die Gewerkschaft. ”Ein Verhandlungspartner, der seinem Gegenüber die Forderungen, oder besser gesagt Ultimaten via Fernsehen ausrichten lässt, disqualifiziert sich selbst. Die eigentlichen Absichten der ÖVP sind jetzt endlich entlarvt. Überraschend war dieses Verhalten der ÖVP, nach all dem was im Zuge der Verhandlungen schon geboten wurde freilich nicht”, so Sallmutter und stellte fest, dass aufgrund all der eingehenden Reaktionen in der Gewerkschaft von Mitgliedern - und auch von Nicht-Mitgliedern - ganz klar feststeht, dass die ÖsterreicherInnen sehr gut erkennen, welches durchschaubare Spiel die ÖVP betrieben hat. Das "Nein´ der Gewerkschaft gegen die Anhebung des Frühpensionsalters wird von beiden großen Fraktionen im ÖGB mitgetragen. In diesem Zusammenhang möchte ich Erwin Pröll und die anderen ÖVP-VertreterInnen daran erinnern, dass der ÖGB mehr als 1,5 Millionen Mitglieder vertritt, das ist eine Basis, von der die ÖVP als drittstärkste Partei in diesem Lande nur träumen kann.++++

Hans Sallmutter, der krankheitsbedingt in den vergangenen Tagen zu den Koalitionsverhandlungen nicht öffentlich Stellung nehmen konnte und sich auch zum jetzigen Zeitpunkt auf das Mittel der Presseausssendung beschränken muss, unterstrich, dass es jetzt auf das Abwägen des Bundespräsidenten ankommen wird. ”Nicht zuletzt aufgrund der am Tisch liegenden Fakten habe ich das Vertrauen, dass Thomas Klestil verantwortungsvoll handeln wird”, schloss Sallmutter.

ÖGB, 21. Jänner 2000 Nr. 36

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