Zwei neue, umfassende EU-Förderprogramme für Mittel- und Osteuropa

ISPA und SAPARD mit insgesamt über 1,5 Mrd Euro budgetiert -Vorstellung bei WKÖ-Seminar "Projektfinanzierung" am 24.1.00

Wien (PWK) - Mit 1. Jänner 2000 wurde die Vorbeitrittshilfe der Europäischen Union für die EU-Bewerberländer Mittel- und Osteuropas mehr als verdoppelt. Neben dem PHARE-Programm, das mit einem jährlichen Budget von 1,56 Mrd Euro weiterläuft, wurden von 2000 bis 2006 zwei neue EU-Förderprogramme installiert. "ISPA finanziert große Infrastrukturprojekte in den Bereichen Umwelt und Verkehr und ist mit einem Jahresbudget von 1.040 Mio Euro ausgestattet. SAPARD konzentriert sich auf die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums und verfügt über ein jährliches Budget von 520 Mio Euro", berichtet Jutta Kaufmann, Leiterin des Referats EU-Drittstaatenförderung in der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Vorbeitrittshilfe spielt auch eine entscheidende Rolle zur Mobilisierung von Mitteln der Internationalen Finanzinstitutionen (IFI). "So zog beispielsweise jeder Euro aus dem PHARE-Programm bislang etwa 5 Euro von den IFI nach sich. Eine ähnliche Hebelwirkung ist auch bei ISPA und SAPARD zu erwarten", ist Kaufmann überzeugt.

Ein Kooperationsabkommen zwischen EU - sprich: Kommission und Europäischer Investitionsbank (EIB) - sowie Weltbank und Europäischer Entwicklungsbank (EBRD) soll die gezielte Zusammenarbeit in den MOEL sowie eine Forcierung der Kofinanzierung sicherstellen. "Es ist davon auszugehen, dass sich durch diese neue Schwerpunktsetzung eine Vielzahl von Projekten im mittel- und osteuropäischen Raum ergeben wird, die natürlich auch für österreichische Unternehmen zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten bieten", erklärt Kaufmann.

Um der heimischen Wirtschaft einen Überblick über die einzelnen kooperierenden Institutionen, deren Ausschreibungsmodalitäten sowie die Ausschreibungspraxis und konkrete Vorgansweisen bei ISPA, SAPARD und PHARE näher zu bringen, veranstaltet die Wirtschaftskammer Österreich am Montag, dem 24. Jänner, das Seminar "Projektfinanzierung durch EU, Weltbank und EBRD für die mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten". Von 9 bis 16 Uhr referieren im Rudolf-Sallinger-Saal der Wirtschaftskammer Österreich Experten wie Friedemann Allgayer von der EU-Kommission, Max Messner von der EIB, Franz Kaps von der Weltbank und Alexander Auböck von der EBRD, die auch für Einzelgespräche sowie journalistische Interviewtermine zur Verfügung stehen. Den Einleitungsvortrag wird Günter Graf, der Leiter der Abteilung für Integrations- und Handelspolitik in der WKÖ, halten. (Ne)

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