Weninger: Keine Zustimmung zu Eingriffen in das Pensionsrecht

Wien (ÖGB/GdG). Dass sich ÖVP und SPÖ auf eine Anhebung des Pensionsalters um zwei Jahre in vier Schritten einigen, ist nicht nachvollziehbar, hielt heute der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), ÖGB-Vizepräsident Günter Weninger, fest. Ebenso unmöglich ist die Anhebung des Pensionsbeitrages und des Pensionssicherungsbeitrages im öffentlichen Pensionsrecht.++++

Weninger: "Mögen die vielen anderen Überlegungen im Sozialbereich tragbar und sogar von Vorteil sein, wie der vorgesehene, seit vielen Jahren verlangte Berufsausbildungsfonds zur Sicherung der Lehrlingsausbildung. Auch die Angleichung der Arbeiter an die Angestellten in der Entgeltfortzahlung ist positiv zu bewerten. Weniger positiv sind die Auswirkungen, die etwa bei der Treibstofferhöhung oder der Vignettenverteuerung in erster Linie Pendler treffen."

Eine Regierung zwischen SPÖ und ÖVP könnte trotzdem weiterhin stabile Verhältnisse in unserem Land garantieren. "Für die ArbeitnehmerInnen gibt es aber bei der Annehmbarkeit Grenzen", betonte Weninger.

Eine Pensionsreform, die noch nicht einmal zu wirken begonnen hat, soll schon wieder verschärft werden, und der Eingriff in bestehende Pensionen durch Erhöhung des Pensionssicherungsbeitrages widerspricht allen Beteuerungen, die während der letzten Jahre abgegeben wurden, kritisierte Weninger. Auch die Anhebung des bereits höheren Pensionsbeitrages der öffentlich Bediensteten ist inakzeptabel. Weninger: "Ich habe meine ablehnende Haltung im Namen der Gewerkschaft im ÖGB und als Mitglied des Parteivorstandes der SPÖ unmissverständlich zum Ausdruck gebracht und auch betont, dass wir als ArbeitnehmerInnen der Städte und Gemeinden uns mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gegen diese Vorhaben wenden werden."

ÖGB, 20. Jänner 2000 Nr. 33

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel. (01) 534 44/222
Fax.: (01) 533 52 93ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB