Gebert: Trotz positiver Passagierentwicklung - Dritte Piste Flughafen Schwechat entbehrlich

Mitentscheidungsrecht von Anrainergemeinden bei Ausbauvorhaben muss künftig möglich sein

St. Pölten, (SPI) - "Trotz der positiven Bilanz und der guten Entwicklung der Passagierzahlen am Flughafen Schwechat erscheint das Vorhaben der Errichtung einer dritten Piste aus derzeitiger Sicht weder wirtschaftlich sinnvoll, noch organisatorisch und verkehrstechnisch notwendig. Die Passagierzahlen untermauern, dass der Flughafen Wien-Schwechat sicher weiter ausgebaut werden muss. Dies betrifft aber vor allem die Terminals und die anderen Hochbaueinrichtungen. Die derzeitige Kapazität des Ankunftsterminals erreicht nämlich heute schon seine Kapazitätsgrenzen. Daher sind die Errichtung des Pier Nord-Ost und entsprechender Vorfeldeinrichtungen, die auch im Masterplan 2015 vorgesehen sind, im Bauprogramm für die nächsten Jahre fixer Bestandteil. Mit diesen Ausbaumaßnahmen und mittels der bereits teilweise durchgeführten Optimierung der Pistensysteme kann die An- und Abflugskapazität um bis zu 30 % erhöht werden. Die Notwendigkeit der Errichtung einer dritten Piste ist daher nicht gegeben", kommentiert SP-LAbg. Richard Gebert die gestern von der Flufhafen-Wien AG im Rahmen einer Pressekonferenz getätigten Aussagen.****

"Weiters ist die derzeitige Fassung des Luftfahrtgesetzes nicht mehr zeitgemäß und hat für Gemeinden und Anrainer teils gravierende Nachteile. Anrainergemeinden haben bei Ausbauvorhaben von Flugplätzen im Rahmen des Luftfahrtgesetzes lediglich ein Anhörungsrecht, jedoch kein Mitspracherecht. Im Raum Schwechat stellt das für die betroffenen Gemeinden schon lange ein großes Problem dar. Aber auch wo anders in NÖ, wie beispielsweise in Wiener Neustadt, gibt es diese Schwierigkeiten. Deswegen fordern einige betroffenen Gemeinden, wie Schwechat, Schwadorf, Zwölfaxing oder Wiener Neustadt, dass das Anhörungsrecht in ein Mitspracherecht umgewandelt wird. Aufgrund der vorliegenden Resolutionen dieser Gemeinden werde ich bei einer der nächsten Landtagssitzungen einen entsprechenden Antrag einbringen, der die NÖ Landesregierung auffordert, für die Änderung des Luftfahrtgesetzes - im Hinblick auf die Parteienstellung für Gemeinden - einzutreten", kündigt LAbg. Gebert an.

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