Haberzettl: Betriebsversammlungen als erste Maßnahme

Bei Eisenbahnerpensionen Abgabengrenze bereits erreicht!

Wien (Gewerkschaft der Eisenbahner/ÖGB). Wie der Vorsitzende der Gewerkschaft der Eisenbahner, Wilhelm Haberzettl, heute ankündigte, wird es aufgrund der tiefgreifenden Auswirkungen des Regierungsabkommens notwendig werden, die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Form von Betriebsversammlungen zu informieren. ++++

"Die Gewerkschaft der Eisenbahner war bis zum heutigen Tag der Meinung," so Haberzettl, "dass die im Herbst 1997 abgeschlossene Pensionsreform mit verlässlichen Vertragspartnern vereinbart wurde. Genau zu jenem Zeitpunkt, wo die ersten Maßnahmen zu greifen beginnen, wird diese Reform bereits als ungenügend hingestellt."

Die Gewerkschaft der Eisenbahner weist darauf hin, dass die Summe der Pensionsabgaben für Eisenbahner bereits 14,25 Prozent bzw. 15,25 Prozent beträgt und die absolute Grenze bereits erreicht ist. Dieser Prozentsatz setzt sich zusammen aus 10,25 Prozent Pensionsbeitrag und 4 bzw. 5 Prozent Pensionssicherungsbeitrag für die Aktiven; Pensionisten leisten einen Pensionssicherungsbeitrag in der Höhe von 3,25 Prozent ihres Einkommens.

Haberzettl: "Besonders der unsoziale Umgang mit diesem Thema erregt unsere Mitglieder. Jeder Eingriff in soziale Rechte wird als ‚Reform‘ verkauft, stellt sich aber im Nachhinein als Reförmchen dar. An Kaltschnäuzigkeit gewinnt diese Vorgangsweise, wenn man betrachtet, mit welcher Brutalität bei den ehemaligen Bundesbetrieben ältere Arbeitnehmer in die Pension gedrängt werden", schloss Haberzettl.

ÖGB, 20 Jänner 2000 Nr. 31

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