Elektronischer Datenaustausch für den Energiemarkt notwendig

Länder wie Deutschland und Norwegen sind Österreich weit voraus - AUSTRIAPRO-Seminar für Energieversorgungsbetriebe

Wien(PWK)"Österreich wird zugleich mit der Deregulierung des Energiemarktes auch den Aufbau der elektronischen Kommunikation zwischen Energieanbietern und -käufern beginnen müssen. Dies sollte im Gleichklang mit den anderen EU-Staaten und unter Verwendung anerkannter Standards erfolgen. Voraussetzung dafür ist die Schaffung eines Energiewirtschaftsgesetzes, welches die Bedingungen des Energiemarktes definiert und eine Vereinbarung über den freien Netzzugang und die problemlose Durchleitung von Energie sichert", stellt Christian Siegfried Boser von AUSTRIAPRO anlässlich der jüngsten Veranstaltung "EDI für Energieversorgungsunternehmer" fest.

Sowohl in Skanidnavien als auch in Deutschland ist die Liberalisierung des Strommarktes weitgehend abgeschlossen, das heißt, dass die Energieerzeuger miteinander in einem offenen Markt konkurrenzieren und die Kunden sich ihren Stromlieferanten aussuchen können. Das wiederum bedeutet neue Kommunikationsanforderungen. Sie weisen in die Richtung höhere Geschwindigkeit, Effizienz und größere Zahl von ausgetauschten Dokumenten. Am norwegischen Energiemarkt werden täglich nach Aussagen eines Vertreters der norwegischen Gesellschaft Edisys AS ca 60.000 einzelne Nachrichten wie beispielsweise Rechnungen verschickt. Dies wäre auf herkömmlichem Wege von Fax etc längst nicht mehr möglich.

In Deutschland war die Regelung des freien Netzzuganges entscheidend, denn die physikalische Verteilung des Stromes ist im Wesen "monopolisch". Jeder Haushalt verfügt nur über eine Stromzuleitung von außen. Die Durchleitung von Energie musste laut Carl Major von der PreussenElektra juridisch einwandfrei durch eine eigene Energieverbändevereinbarung geregelt werden.

In Österreich werden beide Prozesse, der Abschied vom Energiemonopol einerseits und die Umstellung auf den elektronischen Datenverkehr unter den einzelnen Anbietern erst angedacht. Das Beispiel Schweden zeigt, dass alle 240 Stromproduzenten und 250 Stromversorger untereinander elektronisch vernetzt sind. Österreich sollte hier den Weg der Best Practice beschreiten. Es gilt, sowohl die Vernetzung der Energielieferanten als auch die Einführung des liberalen Strommarktes rasch und effizient zu beginnen und dabei internationale Erfahrungen optimal auf österreichische Bedürfnisse abzustimmen. (pt)

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